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Friday, October 23, 2026

Unglück in Rheinland-Pfalz: Flugzeug zerbrach vor tödlichem Absturz in der Luft

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Unglück in Rheinland-PfalzFlugzeug zerbrach vor tödlichem Absturz in der Luft

23.10.2026, 16:54 Uhr

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Das historische Flugzeug wurde bei einem Unglück im Mai in mehrere Teile gerissen. (Foto: picture alliance / onw-images)

Ein Propellerflugzeug stürzt im Frühjahr an einem verregneten Tag nahe Mannheim ab. Zwei Menschen sterben. Die Trümmerteile fallen förmlich aus den Wolken und landen in Häusern, Zäunen und auf der Straße. Nun gibt ein Bericht Hinweise auf das, was passiert ist.

Das historische Flugzeug, das im Mai in einem Wohngebiet in Rheinland-Pfalz abstürzte, ist in der Luft zerbrochen. Das schreibt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in ihrem Zwischenbericht zum Fall. Demnach gab es bei dem Unfall, bei dem zwei erfahrene Piloten im Alter von 60 und 66 Jahren starben, keine Explosion an Bord der Maschine. Der Fall erregte im Frühjahr Aufsehen, weil die Trümmerteile der Maschine über ein Wohngebiet in Limburgerhof bei Mannheim verteilt in Häusern und Zäunen steckten.

Dem Bericht zufolge starteten die Piloten mit dem Oldtimer-Flugzeug des Typs North American T-28 A Trojan um 10.41 Uhr aus Aachen-Merzbrück, um es ins 480 Kilometer entfernte Oberpfaffenhofen bei München zu überführen. Dort sollte das Flugzeug künftig stationiert werden. Der 66-Jährige hatte die Propellermaschine nach ihrer Restaurierung im Dezember 2025 gekauft, der 60-Jährige war als angestellter Pilot bei ihm tätig und absolvierte vor dem Unglücksflug bereits sieben Starts und Landungen mit dem T-28A. Er flog am Unfalltag auf dem hinteren der beiden Sitze, der 66-Jährige auf dem Vorderen.

Um 11.26 Uhr zeichnete das Radar der Flugsicherungsorganisation eine Rechtskurve über Limburgerhof auf. Die Flughöhe nahm ab und die Geschwindigkeit erhöhte sich auf umgerechnet 444 Kilometer pro Stunde. Dem Bericht zufolge hörten Zeugen im Bereich Ludwigshafen/Limburghof etwa zeitgleich "ein lautes, explosionsartiges Geräusch". Augenzeugen und Anwohner beobachteten, dass zahlreiche Trümmerteile vom von Wolken bedeckten Himmel fielen. Sie steckten teils in Häusern und Zäunen, lagen in Gärten und auf der Straße und erstreckten sich laut Unfallbericht auf ein Gebiet von 400x200 Metern.

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Trümmerteile stecken in einem Zaun in Limburgerhof. (Foto: picture alliance/dpa/onw-images)

Die Leiche des 66-Jährigen wurde zusammen mit dem vorderen Sitz im Dachstuhl eines Einfamilienhauses vorgefunden, etwa 60 Meter weiter landete der Rumpf des Flugzeuges. Der zweite Pilot saß noch angeschnallt, aber tot auf dem hinteren Sitz des der Maschine. Die Fallschirme der beiden Männer waren noch ungeöffnet. Der vordere Teil des Flugzeuges war zusammen mit dem Motor hinter dem vorderen Sitz abgerissen, die Tragflächen zerbrochen, die Kraftstoffleitung zum Motor abgerissen. Unter dem Motor fand die BFU leichte Brandspuren. Andere Menschen wurden damals nicht verletzt.

Das Wetter war zum Unfallzeitpunkt eher schlecht: Kurz zuvor hatte es in Limburgerhof stark geregnet, dicke Wolken hingen über der Gemeinde. Die Piloten hatten laut BFU kurz zuvor darüber nachgedacht, den Flug zu verschieben, machten es dann aber doch nicht. Ein Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Absturz der Maschine stellt der Bericht allerdings nicht her. Warum das Flugzeug in der Luft zerbrach, ist bisher noch unklar. Bei den Untersuchungen der BFU geht es nicht darum, Schuld- oder Haftungsfragen zu klären. Sie dient vielmehr der Vermeidung künftiger Unfälle.

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