Schlagerstar G. G. Anderson legt seine Einnahmen offen

Schrieb Songs für Francine Jordi
Schlagerstar G. G. Anderson legt seine Einnahmen offen
Hits wie «Mama Lorraine» machten ihn berühmt, doch auch hinter den Kulissen verdiente G. G. Anderson kräftig mit. Jetzt verrät der 76-Jährige offen, wie viel Geld ihm Roland Kaiser und Co. bis heute jährlich einbringen.
Publiziert: vor 23 Minuten
- G. G. Anderson wurde mit «Mama Lorraine» bekannt und schrieb Songs für Kaiser, Drews und Jordi
- Seine GEMA-Einnahmen betragen jährlich 150'000 bis 200'000 Euro, getragen von Kaiser-Songs
- Anderson plant ein neues Album und will trotz Abschiedstournee weiter auf der Bühne stehen
Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk
Er steht seit den Sechzigerjahren im Rampenlicht, landete mit Songs wie «Sommernacht in Rom» und «Mama Lorraine» riesige Achtziger-Hits – und schrieb heimlich Musikgeschichte für andere. G. G. Anderson (76, bürgerlich Gerd Grabowski) komponierte unter anderem für Grössen wie Roland Kaiser (74), Jürgen Drews (81), Francine Jordi (49) und die Wildecker Herzbuben.
Dass sich diese Arbeit bis heute bezahlt macht, enthüllte der Sänger nun im Gespräch mit dem «Merkur». «Ich will nicht prahlen, aber meine GEMA-Einnahmen liegen immer noch zwischen 150.000 und 200.000 Euro im Jahr. Da gibt es einige Titel, die das tragen», erklärt der Musiker.
«Gut abgesichert»
Vor allem die Songs, die er für Roland Kaiser schrieb, spülen verlässlich Geld in die Kasse: «Wenn er vor Zehntausenden ‹Schach Matt› oder ‹Lieb mich ein letztes Mal› singt, summiert sich die Kapellen-GEMA enorm.» Dazu kommen Tantiemen für eigene Radiodauerbrenner sowie weltweite Hits wie «Spanish Night Is Over» von Engelbert oder «Manuel Goodbye» von Audrey Landers.
Früher fiel der Geldsegen sogar noch üppiger aus: «Zu Spitzenzeiten – als ich die Wildecker Herzbuben entdeckt hatte – hatten wir ein Vielfaches davon an GEMA-Einnahmen.» Trotz des Rückgangs sei er heute aber «gut abgesichert».
Ans Aufhören denkt Anderson deshalb noch lange nicht; aktuell bastelt er bereits an einem neuen Album. Der Grund: Er habe «ausser Musik kein anderes Hobby». Für ihn zähle vor allem das Publikum: «Wenn ich mit Andy Borg auf Tournee bin, ist jede Halle ausverkauft.» Auch eine geplante Abschiedstournee im kommenden Herbst nehme er locker: «Solange niemand im Publikum ruft, dass ich aufhören soll, stehe ich weiter auf der Bühne.»
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