So hoch sind die Verwaltungskosten deiner Krankenkasse

- Versicherte in der Schweiz zahlten 2025 insgesamt 1,73 Milliarden Franken für die Verwaltung der Grundversicherung – im Schnitt 191 Franken pro Person.
- Die Verwaltungskosten variieren stark: Am günstigsten ist Sodalis mit 103 Franken, am teuersten die Glarner Krankenversicherung mit 445 Franken pro Person.
- Der grösste Kostentreiber ist der Personalaufwand mit 1,26 Milliarden Franken.
Die Krankenkassen erhöhen ihre Prämien im nächsten Jahr im Schnitt um 5 Prozent. Bereits in 15 Jahren droht eine Verdopplung der Prämien wegen der steigenden Gesundheitskosten. Im Durchschnitt 4,2 Prozent der Prämie gehen aber auch für die Verwaltungskosten drauf.
Versicherte in der Schweiz zahlten im Jahr 2025 insgesamt 1,73 Milliarden Franken für die Verwaltung der Grundversicherung. Das sind durchschnittlich je 191 Franken pro Person, wie der Vergleichsdienst Moneyland unter Bezug auf Daten des Bundesamts für Gesundheit mitteilt.
Das sind die effizientesten Krankenkassen
Nicht jede Krankenkasse lässt sich ihre Verwaltung gleich viel Geld kosten. Moneyland-Experte Felix Oeschger sagt: «Hier tun sich gewaltige Unterschiede zwischen den Versicherern auf. Bemerkenswert ist, dass auch dieses Jahr die Effizienz-Rangliste von kleinen Kassen angeführt wird.»
Am effizientesten arbeiten Sodalis (103 Franken pro Person), die Sumiswalder Krankenkasse (110 Franken) und die Krankenkasse Luzerner Hinterland (119 Franken). Diese drei waren schon im Vorjahr die günstigsten, allerdings in umgekehrter Reihenfolge.
Bei den Krankenkassen mit über 100’000 Versicherten sind die Verwaltungskosten bei der Agrisano (154 Franken), der CSS (161 Franken) und der Helsana (162 Franken) am niedrigsten.
Am höchsten sind sie bei der Glarner Krankenversicherung mit 445 Franken pro Person. Unter den grossen Krankenkassen hat Atupri die höchsten Verwaltungskosten mit 259 Franken.
107 Millionen für Werbung, Provisionen und Abschreibungen
Viele aus der 20-Minuten-Community wünschen sich angesichts der steigenden Prämien eine Einheitskasse. Allerdings sind die Verwaltungskosten pro Person im Vergleich zum Vorjahr nur um einen Franken gestiegen. «Dass die Prämien seit Jahren so stark steigen, hängt vor allem mit dem Anstieg der Gesundheitskosten zusammen», sagt Oeschger.
Die Kosten für Werbung, Provisionen und Abschreibungen betrugen im vergangenen Jahr etwas mehr als 100 Millionen Franken (siehe Box).
Das sind die Verwaltungskosten
Zu den Verwaltungskosten der Krankenkassen gehören etwa Kosten für Personal, Miete, IT, Werbung und Vermittlerprovisionen. Der höchste Anteil entfällt auf den Personalaufwand mit 1,26 Milliarden Franken oder 73 Prozent der gesamten Verwaltungskosten. Für Werbung wiesen die Krankenkassen gut 74 Millionen Franken aus, während Provisionen und Abschreibungen mit je rund 33 Millionen Franken zu Buche schlugen.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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