Neuer FCB-Coach – Jokanovic: «Es ist viel Talent im Team vorhanden»

Über zwei Wochen hatte sich die Trainersuche beim FC Basel hingezogen. Erst am Freitag präsentierte man am Rheinknie den neuen Mann an der Seitenlinie. Der hierzulande unbekannte Slavisa Jokanovic soll den FC Basel mindestens bis Ende der Saison wieder zu Höhenflügen führen. Am Dienstag wurde der Serbe offiziell den Medien vorgestellt.
Der 58-Jährige ist in seiner Trainerkarriere bereits weit herumgekommen. Die Schweiz ist das zehnte Land, in dem Jokanovic als Coach amtet. Auch in Basel war er schon vor seiner Vorstellung zu Gast. Vor 25 Jahren als Spieler der Nationalmannschaft der Bundesrepublik Jugoslawien gegen die Nati, 2015 als Coach von Maccabi Tel Aviv in der Champions-League-Qualifikation gegen den FCB.
Es ist aktuell mehr Shaqiris Klub als meiner.
«Jeder kennt den FC Basel. Es ist der grösste Klub der Schweiz», sagte Jokanovic angesprochen auf die Beweggründe, sich dieser Aufgabe anzunehmen. Obwohl er erst am Montag in Basel angekommen ist, hat sich der Serbe erste Eindrücke verschaffen können. «Es ist viel Talent im Team vorhanden. Mein erstes Ziel ist es, besser organisiert zu sein. Wir müssen mit und ohne Ball eine klare Idee haben.»
Apropos Talent: Der delikaten Rolle von Xherdan Shaqiri ist sich der neue Mann an der Seitenlinie bewusst. Er sei definitiv der Leader des Teams. «Es ist aktuell mehr Shaqiris Klub als meiner.» Der 34-Jährige müsse sich selbst pushen, um ein wichtiger Teil des Teams zu sein. «Das erwarte ich von ihm.»
Kurzer Vertrag auf eigenen Wunsch
Anders als sein Vorgänger Stephan Lichtsteiner, der mit einem Vertrag über drei Jahre ausgestattet worden war, unterschrieb Jokanovic vorerst nur bis Saisonende. «Ich bin natürlich bereit, noch länger zu bleiben», stellte er an der Medienkonferenz klar. «Basel hat mir einen längeren Vertrag angeboten, aber ich wollte erst einmal, dass sich beide Seiten kennenlernen. Es ist eine ehrliche Lösung für alle von uns.»
Zu Beginn der Medienkonferenz war auch Jokanovics Vergangenheit bei Dynamo Moskau Thema. Diesen Job hatte er mehrere Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine angetreten. «Ich bin nach Basel gekommen, um den Klub besser zu machen. Dasselbe habe ich mir bei Dynamo Moskau vorgenommen.» Er sei kein Politiker, sondern Fussballtrainer.
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