Fahrer sagte: «Keine Waren dabei» – Zoll findet 200 Kilo Kaffee

- Ein 26-Jähriger wollte am Zollamt Bietingen (D) offenbar fast 200 Kilo Kaffee aus der Schweiz über die Grenze nach Deutschland bringen.
- Bei der Kontrolle behauptete er zunächst, nichts zu verzollen zu haben.
- Dann entdeckten Zöllner im Laderaum seines Lieferwagens Müllsäcke voller Kaffee.
Am 21. Oktober kontrollierte der deutsche Zoll einen in Rumänien zugelassenen Kleintransporter am Zollamt Bietingen (D)/Thayngen. Auf die Frage, ob er Waren dabeihabe, verneinte der Fahrer laut Zoll zunächst.
Die Beamten schauten dennoch genauer hin – und wurden fündig: Im Laderaum lagen in Müllsäcke verpackte, portionierte Kaffeeprodukte. Insgesamt beschlagnahmte der Zoll 197,5 Kilo Kaffee.
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Kaffee sollte in der Schweiz abgeholt worden sein
Mit dem Fund konfrontiert, erklärte der 26-Jährige, er sei von einem rumänischen Unternehmen beauftragt worden, den Kaffee in der Schweiz abzuholen. Zolldokumente konnte er jedoch keine vorweisen.
Der Warenwert beträgt gemäss Zoll rund 4800 Euro. Dafür wären Einfuhrabgaben und Kaffeesteuer von rund 1275 Euro fällig geworden. Zusätzlich verlangten die Beamten eine Sicherheitsleistung von 1000 Euro für die zu erwartende Strafe.
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Eine Milliarde mit Kaffeesteuern eingenommen
Weder der Fahrer noch sein Auftraggeber wollten die insgesamt rund 2275 Euro bezahlen. Der Kaffee wurde deshalb sichergestellt. Gegen den 26-Jährigen läuft nun ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung.
Kaffee ist in Deutschland steuerpflichtig: Für ein Kilo Röstkaffee werden derzeit 2,19 Euro Kaffeesteuer erhoben, bei gemahlenem Kaffee sind es 4,78 Euro. 2025 nahm der deutsche Zoll insgesamt rund eine Milliarde Euro Kaffeesteuer ein.
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Jeremias Büchel (jeb) arbeitet seit 2015 im Ressort Ostschweiz in St. Gallen und ist seit 2026 als Korrespondent tätig.
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