Schüler würgen sich gegenseitig – Kantonspolizei Schwyz warnt

- Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor der «Choking Challenge», bei der sich Kinder und Jugendliche gegenseitig würgen.
- Im Kanton Schwyz sind bereits mehrere Vorfälle bekannt, die strafrechtlich abgeklärt werden.
- Im schlimmsten Fall kann die Challenge bleibende Hirnschäden oder den Tod zur Folge haben.
Im Kanton Schwyz häufen sich die Fälle der sogenannten «Choking Challenge». Dabei wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns durch Würgen oder Druck auf den Hals beeinträchtigt. Die Kantonspolizei warnt vor der gefährlichen Challenge, wie sie am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung schreibt.
Meist gehe es bei der Choking Challenge darum, einen kurzen «Kick» oder eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen. Was von Jugendlichen möglicherweise als Mutprobe oder Spass verstanden werde, könne jedoch innert kürzester Zeit zu einer lebensgefährlichen Situation führen.
Im schlimmsten Fall folgt der Tod
Durch das Würgen können gemäss Kantonspolizei wichtige Blutgefässe und die Atemwege verletzt werden. Eine Bewusstlosigkeit kann dazu führen, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass eine betroffene Person unkontrolliert stürzt und sich dabei schwer verletzt. Die Folgen können bleibende gesundheitliche Schäden oder im schlimmsten Fall der Tod sein.
Die Kantonspolizei Schwyz rät deshalb dringend: Nicht mitmachen und andere nicht würgen – auch nicht zum Spass. Eltern und andere Bezugspersonen können wesentlich dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Gefahren solcher Trends erkennen.
Die Kantonspolizei Schwyz empfiehlt:
- Sprechen Sie mit Ihrem Kind über gefährliche Challenges und Internettrends. Fragen Sie nach, welche Trends aktuell in der Klasse oder im Freundeskreis kursieren.
- Machen Sie klar: Würgen ist kein Spiel. Auch wenn alle Beteiligten scheinbar einverstanden sind, kann die Situation ausser Kontrolle geraten.
- Stärken Sie Ihr Kind darin, «Nein» zu sagen. Niemand muss bei einer Challenge mitmachen, um dazuzugehören.
- Achten Sie auf Veränderungen. Verletzungen am Hals, ungewöhnliche Hämatome oder Aussagen über Würgespiele sollten ernst genommen und angesprochen werden.
- Sprechen Sie auch darüber, was zu tun ist, wenn andere Jugendliche mitmachen. Weggehen, Hilfe holen und eine erwachsene Vertrauensperson informieren, kann Leben retten.
- Bei einer akuten Gefahr gilt: sofort handeln und den Notruf 144 oder die Polizei über 117 alarmieren.
Kinder und Jugendliche begegnen auf den sozialen Medien immer wieder neuen Challenges. Nicht jede Challenge ist gefährlich, manche können jedoch erhebliche Risiken bergen. Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche lernen, gefährliche Inhalte zu erkennen und sich dem Gruppendruck zu widersetzen.
Die laufenden strafrechtlichen Abklärungen werden durch die 5. Abteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (Jugendstrafsachen) geführt.
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