Prorussische Hacker bekennen sich zu Kühlsystem-Angriffen

- In Hunderten europäischen Supermärkten wurden innert drei Wochen die Kühlsysteme sabotiert.
- Die Angreifer erhöhten die Temperaturen in Gefrieranlagen auf bis zu 55 Grad Celsius.
- Die prorussischen Hackergruppen Noname057(16) und Z-Pentest Alliance bekennen sich ohne Belege zu den Angriffen.
Im Zusammenhang mit den Cyberangriffen auf Kühlsysteme in ganz Europa sind Bekenner-Beiträge der prorussischen Hackergruppen Noname057(16) und Z-Pentest Alliance aufgetaucht, berichtet BBC. Belege haben sie nicht vorgelegt. Gegenüber der «Financial Times» sagten Experten für Cyberbedrohungen, in der Vergangenheit sei es bereits zu Gefrieranlagen-Angriffen auf diversen US-Militärstützpunkten durch solche Gruppierungen gekommen.
Andere Experten schliessen nicht aus, dass hinter den Angriffen auch iranische Hacktivisten, staatlich unterstützte Hacker oder gewöhnliche Jugendliche stecken könnten.
Das sagt der Kreml
Der Kreml will von den Vorwürfen nichts wissen. «Das sind absurde Behauptungen», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow bei einer täglichen Pressekonferenz laut der «Moscow Times». Er ergänzte: «Wie immer werden sie durch keinerlei Begründung, keinerlei Beweise gestützt, und dennoch sehen wir hier solche haltlosen Anschuldigungen gegen unser Land.»
Das ist passiert
In den vergangenen drei Wochen wurden in Hunderten europäischen Supermärkten – zunächst vor allem in Frankreich, später auch in Belgien, den Niederlanden, Schweden, Deutschland und Grossbritannien – die Kühlsysteme sabotiert. Die Angreifer erhöhten die Temperaturen in Gefrieranlagen auf bis zu 55 Grad Celsius. Auch eine Metzgerei in der Berner Gemeinde Köniz wurde Opfer, berichtete SRF am Donnerstag. In Frankreich wurde zudem ein Angriff auf einen Dienstleister für den landesweiten Blutspendedienst verzeichnet.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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