Jetzt auch noch raus im Pokal: Für Sandro Wagner wird es nach 40 Tagen schon richtig eklig

Sandro Wagner wartet weiter auf den ersten Sieg als Trainer von Hannover 96. Nun setzt es auch noch eine bittere Niederlage im DFB-Pokal. Aufgeben wird der Ex-Nationalspieler deshalb aber noch lange nicht.
Sandro Wagner wiegelte ab. Vier Spiele ohne Sieg, Pokalaus, der Hype um ihn ist schnell verflogen. Doch von Druck bei Hannover 96 will er nichts wissen. "Ich bin Familienvater, es gibt anderen Druck in der Welt. Ich habe keinen", sagte Wagner nach dem 0:2 (0:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern: "Das spür' ich nicht."
Doch dass es in Hannover schon 40 Tage nach seiner Verpflichtung allmählich ungemütlich wird, dürfte Wagner sehr wohl spüren. Die Fragen werden kritischer, die Schlagzeilen gewinnen an Schärfe. Aber Wagner gibt sich kämpferisch. "Ich bin keiner, der lamentiert, der sich bemitleidet", sagte Wagner nach dem eigentlich ordentlichen Auftritt gegen die Roten Teufel: "Ich bin jemand, der sagt: Einfach hart arbeiten und wir holen es uns. Irgendwann holen wir es uns, dann holen wir es uns Sonntag. Das ist die klare Marschroute."
Der Auftritt gegen Kaiserslautern machte Wagner Mut, trotz der nächsten Pleite. Schließlich zeigte sein Team vermutlich die beste Saisonleistung, vergab aber beste Chancen - und so war nach der 2. Pokalrunde Endstation. "Ich glaube, heute ist es so: Das Spiel passt nicht zum Ergebnis, und die Statistiken passen auch nicht dazu, aber das ist eben Fußball. Wir haben uns leider nicht belohnt", sagte Wagner.
Gegen Dynamo "alles rausjagen"
In der 2. Liga ist Hannover zuletzt auf Platz 16 in der Tabelle abgerutscht, gegen Dynamo Dresden (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) soll nun unbedingt die Wende her. "Aktuell wird uns nichts geschenkt. Dieser Mannschaft wird seit Monaten nichts geschenkt, aber das ist so im Fußball. Man muss es sich holen", sagte Wagner, für die Partie gegen Dynamo gelte: "Alles rausjagen".
Trotz der bisher ausbleibenden Ergebnisse will Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt an Wagner festhalten. "Solange ich da bin, auf jeden Fall", sagte der Manager dem NDR. Allerdings wird offenbar Boldts Arbeit bei 96 zunehmend kritisch gesehen, die "Bild" berichtet, dass es im Klub mittlerweile große Zweifel an dem 44-Jährigen gebe. Dass rund um den Verein "Unruhe" aufkomme, sei "logisch", sagte Boldt: "Die Unruhe ist schon länger da - dafür hat man mich geholt. Daran werden wir arbeiten." Die Frage ist allerdings: Wie lange noch?
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.