Stylische Frauen binden sich jetzt Stoffstreifen um den Bauch

Ausgerechnet der Kummerbund ist das Must-have-Accessoire der Stunde. Ja, genau das breite Stoffband, das man bisher vor allem zu Smoking, Fliege und sehr festlichen Anlässen kannte. Im Herbst 2026 verlässt das Taillenband die Abendgarderobe und wird plötzlich über Hosen, Kleidern und sogar zu ganz simplen T-Shirts getragen.
Ein klassischer Kummerbund sitzt um die Taille und bedeckt den Übergang zwischen Oberteil und Hose. Meist ist er aus einem eleganten Stoff wie Seide oder Satin gefertigt und vorne in Falten gelegt.
Seinen Ursprung hat das Accessoire allerdings nicht beim Smoking: Der Name geht auf das persisch-indische «kamarband» zurück, ein breites Band, das schon vor Jahrhunderten um die Taille getragen wurde. Britische Offiziere übernahmen es während der Kolonialzeit in Indien. Später wurde der Kummerbund so Teil der westlichen formellen Herrenmode.
Wie findest du den Kummerbund als Trendteil im Alltag?
Auch auf den Laufstegen betont man die Taille
2026 wird aus dem formellen Herrenaccessoire ein Stylingdetail für alle möglichen Looks. Bei Valentino setzte Alessandro Michele breite Taillenbänder als Kontrast zu Kleidern ein, spielte mit bunten Akzenten. Auch bei Fendi und Ralph Lauren rückte die Körpermitte mit breiten Stoffbändern in den Fokus.
Statt ihn streng zum Anzug zu tragen, kombinieren Designerinnen und Designer ihn mit weiten Hosen, simplen Shirts oder Jeans, Kleidern und Röcken. Mal ist er klassisch schwarz, mal wird er in kräftigen Farben zum auffälligsten Teil des Outfits.
Nach dem Schal kommt der Kummerbund
Schals und Tücher tragen Modefans schon länger um die Taille. Über Jeans, Stoffhosen oder Röcke gebunden, funktionieren sie wie ein weicher Gürtel.
Der Kummerbund wirkt daneben etwas eleganter. Auch er legt eine zusätzliche Stoffschicht um die Körpermitte, betont die Taille und gibt einem schlichten Outfit mehr Kontur. Mit seinen ordentlich gelegten Falten wirkt er formeller als ein locker geknoteter Schal.
Du brauchst für den Trend nicht zwingend einen Kummerbund
Wer den Look ausprobieren will, muss also nicht sofort das nächste Smokinggeschäft aufsuchen. Mit einem länglichen Schal oder einem grossen Tuch lässt sich ein ähnlicher Effekt erzielen. Eng und ordentlich um die Taille gewickelt, kommt die Schal-Version dem Kummerbund besonders nahe, locker geknotet wirkt der Look entspannter.
Noch einfacher gehts mit einem Hemd oder Pullover: Statt das Kleidungsstück anzuziehen, werden die Ärmel einfach um die Taille geknotet. Das betont die Körpermitte ebenfalls, wirkt aber lässiger und voluminöser – und funktioniert mit Kleidungsstücken, die sowieso schon im Schrank liegen.
Beim restlichen Outfit darf es simpel bleiben: Stoffhose und T-Shirt, Jeans und Hemd oder ein monochromer Look reichen. Der Kummerbund übernimmt den Rest.
Kummerbund, Tuch, Gürtel oder etwas ganz anderes – was würdest du dir um die Taille binden? Verrat es uns in den Kommentaren.
Vanessa Büchel (vab) arbeitet seit 2025 für 20 Minuten. Sie ist Fashion-Redaktorin im Lifestyle-Ressort und schreibt über Trends und Styling-Tipps.
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