66'000 Autos in der Schweiz – VW-Rückruf: Diese Modelle sind betroffen – und das ist zu tun

Der Autohersteller Volkswagen ruft weltweit Millionen von Fahrzeugen wegen eines Fehlers im Lenkungssystem vorsorglich in die Garagen zurück. Auch in der Schweiz sind mehr als 66'000 Autos betroffen.
Das ist das Problem
Unter bestimmten Umwelteinflüssen und nach langjährigem Betrieb unter Streusalz-Einfluss kann gemäss den Autoherstellern bei den betroffenen Modellen von VW, Audi, Skoda und Seat Korrosion, also Rost, an einer Befestigungsverschraubung der Lenkung entstehen. Schreitet diese fort, kann demnach in Einzelfällen die Funktion der Lenkung beeinträchtigt werden. Das Problem wurde gemäss VW-Konzern bei internen Qualitätskontrollen entdeckt.
Diese Marken und Modelle sind betroffen
VW
Modelle: Tiguan, Touran, Golf Variant, Caddy und Golf
Produktionszeitraum: 24. September 2013 bis 1. Juli 2024
Anzahl betroffener Fahrzeuge in der Schweiz: 40'073 Autos
Audi
Modell: Q3
Produktionszeitraum: 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024
Anzahl betroffener Fahrzeuge in der Schweiz: 8619 Autos
Seat
Modelle: Ateca und Tarraco
Produktionszeitraum: April 2016 und September 2024
Anzahl betroffener Fahrzeuge in der Schweiz: 3651 Autos
Skoda
Modelle: unbekannt
Produktionszeitraum: unbekannt
Anzahl betroffener Fahrzeuge in der Schweiz: rund 13'700 Autos
Das müssen die Betroffenen jetzt tun
Bei den betroffenen Fahrzeugen muss die Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistente Schraube ersetzt werden. Diese kleine Reparatur, die bei den Fahrzeugen vorgenommen werden muss, ist laut dem Schweizer Generalimporteur Amag für die Besitzer der Fahrzeuge kostenlos. Sie würden von der Amag gesteuert ein Informationsschreiben erhalten, mit der Bitte, ihren Marken-Partner aufzusuchen. Vonseiten des Bundesamts für Strassen (Astra) wurden auf Anfrage noch keine Daten zum Rückruf publiziert. Bis dato liege noch keine Rückrufmeldung des Importeurs vor, teilte das Astra mit. Die werde in den kommenden Tagen erwartet.
Gab es schon Schadensfälle?
«Bislang gab es in diesem Zusammenhang keine Personen- oder weitergehenden Sachschadensfälle», teilt Audi mit. Ein Statement von Volkswagen lag zunächst nicht vor. Auch bei der Amag sind keine Informationen zu Unfällen im Zusammenhang mit dem Problem bekannt.
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