300 Mieter betroffen: Wohnungen werden nicht rechtzeitig fertig

- Der Einzug in den Neubau im Zürcher Koch-Areal verzögert sich für rund 300 Mieterinnen und Mieter.
- Betroffen sind 90 Wohnungen, weil wegen Lieferschwierigkeiten vor allem die Treppenhäuser nicht sicher sind.
- Die Genossenschaft Kraftwerk 1 will bei der Suche nach Zwischenlösungen helfen.
Ende Oktober wäre es so weit gewesen. Die ersten Wohnungen der Neubauten im Koch-Quartier hätten bezogen werden sollen. Nun kommt jedoch alles anders als erwartet.
Die Bauarbeiten können nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, informiert die Genossenschaft Kraftwerk 1 zwei Wochen vor den ersten Einzügen. 90 Wohnungen sind betroffen, wie SRF berichtet – insgesamt rund 300 Mieterinnen und Mieter. Für sie müssen nun Übergangslösungen gefunden werden.
Treppenhäuser nicht sicher
Grund für die Verzögerung der Bauarbeiten sind laut Kraftwerk 1 Lieferschwierigkeiten bei wichtigen Teilen. Vor allem die Treppenhäuser können so die Sicherheitsvorgaben nicht erfüllen. Der Einzug war gestaffelt vorgesehen, weshalb die Parteien mit einem späteren Termin wohl nicht von der Verzögerung betroffen sein werden.
Laut einem Schreiben an die zukünftigen Mietparteien verzögert sich der Bezug der Häuser 50 und 52 um rund sechs Wochen. Beim Haus 54 beträgt die Verzögerung rund zehn bis zwölf Wochen. Für Haus 56 ist derzeit keine Verschiebung vorgesehen.
Zwischenlösungen gesucht
Obwohl Kraftwerk 1 angibt, die Mietenden «so schnell wie möglich» informiert zu haben, bleibt zwei Wochen vor dem ersten Einzugstermin vielen nicht viel Zeit, eine Zwischenlösung zu finden. In persönlichen Gesprächen mit den Mietparteien will die Genossenschaft dabei helfen.
Was würdest du tun, wenn dein Umzugstermin verschoben würde?
Laut Angaben der Genossenschaft gegenüber dem Tagesanzeiger konnten 20 Mietende die Verträge bei ihren vorherigen Vermietern verlängern. Weitere Verlängerungen sind in Abklärung. Andere Mietende können vorübergehend bei Freunden und Familie untergebracht werden. Ein Aufruf der Genossenschaft an ihre Mitglieder brachte bisher 14 brauchbare Lösungen hervor. Zudem stellen befreundete Genossenschaften 60 Wohnungen zur temporären Nutzung zur Verfügung.
Mehrkosten, die wegen der Zwischenlösungen für die Mietenden anfallen, würde Kraftwerk 1 übernehmen, sofern diese «verhältnismässig» und «angemessen» ausfallen.
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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