Leichtathletik-Superstar setzt aus speziellem Grund auf Parfüm

- Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tara Davis-Woodhall (27) verrät im «Vogue»-Interview ihre Wettkampf-Routinen.
- Die US-Weitspringerin setzt auf kontrollierbare Rituale: lange Sportsocken, Musik, Kopfhörer – und Parfüm.
- Düfte seien für sie entscheidend, weil sie auch die Konkurrenz beeinflussten, sagt Davis-Woodhall.
Tara Davis-Woodhall ist ein Superstar der Leichtathletik. Die US-Amerikanerin ist Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Weitsprung. Damit kann die 27-jährige Athletin die wohl grössten Erfolge im Sport bereits für sich verbuchen.
Genug hat Davis-Woodhall dennoch nicht – noch lange nicht. Sie, die mit dem US-amerikanischen Para-Leichtathleten Hunter Woodhall zusammen ist, spricht nun gegenüber der «Vogue» über das, was sie so gut macht – oder zumindest über einen Aspekt davon.
Früher war Tara Davis-Woodhall abergläubischer
Hier ist nicht ein besonderes Training gemeint, sondern die grosse Relevanz von Routinen. «Früher war ich deutlich abergläubischer, heute beschränken sich meine Rituale auf Dinge, die ich selbst kontrollieren kann», sagt sie.

Sie brauche ihre langen Sportsocken, ihre Musik und ihre Kopfhörer. Und natürlich ihre Snacks. «Der Unterschied ist: All diese Dinge lassen sich organisieren. Wenn ich einmal etwas vergesse, kann ich es kaufen oder mir liefern lassen», so der Weitsprung-Superstar. «Mit der Zeit bin ich daran gewachsen und habe gelernt, einige der Ängste loszulassen, die mich früher davon abgehalten haben, mein volles Potenzial abzurufen.»
Auch verrät Davis-Woodhall wie wichtig ein gutes Parfüm für sie ist. Parfüm während des Wettkampfes? Ja! Bislang wurde in Sachen Beauty bei der Leichtathletik hauptsächlich über Frisuren und Nägel der Sportlerinnen gesprochen, die 27-Jährige sagt nun aber: «Für mich ist Parfüm sehr wichtig! Schon allein, weil wir ja alle schwitzen.»

«Wie man riecht, beeinflusst ja auch die Menschen um einen herum»
Die Weitspringerin sprüht unmittelbar vor einem Wettkampf Parfüm auf. Und dann auch nochmal vor den Interviews. «Mir gibt das ein gutes Gefühl. Und man darf auch nicht vergessen: Wie man riecht, beeinflusst ja auch die Menschen um einen herum – und damit auch die Konkurrenz», erklärt sie.
Und: «Es gibt da diese unglaublich schnelle 100-Meter-Sprinterin, deren Namen ich hier jetzt nicht verrate, aber jedes Mal, wenn ich in ihre Nähe komme, riecht sie so unglaublich gut. Sehr floral.» Der Duft sei intensiv und stark. «Und ich denke jedes Mal: ‹Wow, wenn sie an ihren Konkurrentinnen vorbeidüst, ist das der Duft, den sie an sich wahrnehmen!›»
«Du weisst, dass von Kopf bis Fuss alles stimmt»
Ähnlich wie Davis-Woodhall äusserten sich zu Beginn des Jahres auch Ditaji und Mujinga Kambundji. «Jede Athletin will sich während eines Wettkampfs von der besten Seite zeigen», sagten die Kambundji-Schwestern bei einem Auftritt für Rausch vor dem Start in die Outdoor-Saison zum Beispiel.
Von den Nagelschuhen bis zu den Fingernägeln überlassen auch Ditaji und Mujinga in der Vorbereitung auf ein Rennen nichts dem Zufall. «Du weisst, dass von Kopf bis Fuss alles stimmt», sagte Ditaji und verriet, dass sie sogar ihre Fussnägel lackiere. «Auch wenn man meine Zehen nicht sieht, weiss ich, dass sie lackiert sind.»
Welche Rolle spielen Düfte für dein Wohlbefinden oder deine Konzentration?
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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