Assistenztrainer über Unruhen – Callà: «Wichtig ist, dass man zu seinen Fehlern steht»

Auf dem Platz waren der Schweizer Nati die Unruhen rund um Granit Xhaka und Breel Embolo im Spiel gegen Nordmazedonien nicht anzumerken. Eine konzentrierte, starke Leistung mündete in einem völlig verdienten, vielleicht sogar etwas zu tiefen 3:0-Sieg.
Trotzdem geht es an einer Mannschaft natürlich nicht spurlos vorbei, wenn plötzlich zwei absolute Schlüsselspieler fehlen. Doch Assistenztrainer Davide Callà klärte auf, dass es bereits in der Trainingswoche vor dem Spiel «erstaunlich ruhig» gewesen sei. «Ich glaube schon, dass die Spieler darüber diskutiert haben. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie durch die Situation extrem belastet sind», meinte der 41-Jährige.
Sport im Zentrum
Das Sportliche habe bei den Spielern und beim Staff im Vordergrund gestanden. Auch Callà, der stets eine enge Beziehung zu den Spielern pflegt, hatte keine besondere Aufgabe als «Psychologe». Aber selbstverständlich sei er für Gespräche immer zur Verfügung gestanden.
Geholfen hätte die offene Kommunikation von Captain Xhaka. «Niemand ist perfekt, Fehler passieren», sagte Callà. «Wichtig ist, dass man hinsteht und zu seinen Fehlern steht.»
Ab nach Glasgow
Um die angespannte Situation rund ums Nationalteam etwas zu beruhigen, habe auch der klare Sieg geholfen. «In einem Spiel mit einer komplizierten Ausgangslage konnten wir eigentlich nur verlieren», sagte der Assistenzcoach. Der Auftritt macht daher Mut: «Es ist wichtig, dass wir für positive sportliche Schlagzeilen sorgen konnten.»
Mit dem Starterfolg im Rücken geht es für die Nati nun nahtlos weiter. Bereits am Dienstag steht das schwierige Auswärtsspiel in Glasgow gegen Schottland an. Gewinnt die Schweiz auch da, ist der Start in die Nations-League-Kampagne definitiv geglückt.
«Die nominell zwei besten Teams der Gruppe treffen aufeinander», blickt Callà voraus. Er ist zuversichtlich, auch wenn die Effizienz der Nati im ersten Spiel noch nicht perfekt war. Diese beunruhigt ihn nämlich nicht: «Ich bin ja froh, dass wir gewisse Sachen noch verbessern können.»
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