Barcelona: Rund 100 Festnahmen nach Randale bei Protesten
Auch minderjährige Teilnehmer:Barcelona: Rund 100 Festnahmen nach Randale bei Protesten
Bei Protesten in Barcelona ist es zu Ausschreitungen mit Plünderungen und Bränden gekommen. Die Polizei nahm rund 100 Menschen fest, etwa ein Viertel von ihnen war minderjährig.
In Barcelona sind Berichten zufolge Hunderte Jugendliche und junge Erwachsene zu Protesten zusammengekommen. Dabei sei es zu Ausschreitungen gekommen. Die jungen Leute hätten Straßenmobiliar, Fahrräder und Motorräder beschädigt, Geschäfte geplündert und Müllcontainer angezündet, berichteten unter anderem die spanische Tageszeitung "El País" und der katalanische Fernsehsender Betevé.
Die katalanische Polizei und die städtische Polizei in Barcelona nahmen demnach rund 100 Demonstranten fest. Bei etwa einem Viertel der Festgenommenen habe es sich um Minderjährige gehandelt. Mehr als 220 Beamte waren den Angaben zufolge im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
In Frankreich haben erneut Hunderttausende für mehr Geld an Schulen protestiert. Mit Anbruch der Dunkelheit schlugen die Proteste vielerorts in Gewalt um.
24.10.2026 | 2:43 minJugendliche folgten Aufruf in sozialen Medien
Laut Berichten waren die Jugendlichen einem Aufruf über soziale Medien zu einer unangekündigten Demonstration im Stadtzentrum gefolgt. Die Ausschreitungen hätten gegen 18 Uhr begonnen und dauerten in der Nacht zunächst noch an. Das genaue Ziel der Proteste war unklar.
Der Ministerpräsident der wohlhabenden Region im Nordosten von Spanien, Salvador Illa verurteilte die Gewalttaten: "Gewalt hat in Katalonien keinen Platz. Niemals", sagte er laut "El País".
Protestieren ist ein demokratisches Recht. Angriffe, Einschüchterungen und Sachbeschädigung hingegen nicht.
Salvador Illa, Ministerpräsident von Katalonien
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23.10.2026 | 2:32 minBürgermeister: "Grundlose Gewalt und Vandalismus"
Der Bürgermeister von Barcelona, Jaume Collboni, sagte demnach auf einer Pressekonferenz am späten Abend: "Wir werden nicht zulassen, dass das Geschehene ungestraft bleibt." Es werde Konsequenzen geben, sowohl für erwachsene Teilnehmer an den Gewaltakten wie auch für diejenigen, die für die Minderjährigen verantwortlich seien. Collboni sprach von "grundloser Gewalt und Vandalismus".
Wir werden nicht zulassen, dass die Stadt verwüstet wird.
Jaume Collboni, Bürgermeister von Barcelona
Auch in französischen und italienischen Städten war es am Samstag erneut zu Protesten mit gewaltsamen Zwischenfällen und Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Forderungen der Teilnehmenden waren vielfältig. Demonstrierende beklagten unter anderem hohe Lebenshaltungskosten.
Quelle: dpa, Reuters
Über die Proteste in Frankreichund den Nachbarländern berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt im heute journal am 24.10.2026 ab 22:45 Uhr.
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