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Friday, October 30, 2026

Tesla-Besitzer in Südkorea nutzten illegal Full Self Driving

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Die Polizei in Südkoreas Hauptstadt Seoul ermittelt gegen etliche Tesla-Besitzer, welche die Fahrassistenzfunktionen Full-Self-Driving (FSD) ihres Fahrzeugs widerrechtlich genutzt haben sollen. Laut Polizei haben die Beschuldigten selbstgebaute oder aus dem Ausland erworbene Geräte genutzt.

Von den Fällen berichtet die südkoreanische Zeitung Korea JoongAng Daily und beruft sich auf die Polizeibehörde. Gegen insgesamt 80 Personen wird demnach ermittelt, 21 Entsperrgeräte seien beschlagnahmt worden. Über die Funktionsweise der Geräte gibt es keine polizeilichen Angaben. Beobachter gehen aber davon aus, dass die Geräte über den CAN-Bus angeschlossen wurden, der die Steuergeräte eines Teslas miteinander verbindet. So sollen die regionalen Softwaresperren umgangen worden sein, die den Einsatz von Fahrassistenzfunktionen bei einem Großteil aller Teslas in Südkorea unmöglich machen. Die Beobachter stützen sich auf ein Bild von einem der Geräte, welches JoongAng Daily und andere Medien mit Genehmigung der Polizei veröffentlichten.

Die Polizei spricht von einem erheblichen Risiko durch die illegale Nutzung. Teslas Full-Self-Driving-System (FSD) könnte im illegalen Betrieb demnach anders als beabsichtigt funktionieren und Verkehrssituationen nicht richtig erkennen. Das soll etwa bei einem Tesla-Besitzer der Fall gewesen sein, der sein Entsperrgerät aus Europa beschaffte.

Ein anderer Beschuldigter soll sein berufliches Wissen aus der IT-Branche genutzt haben, um sich selbst ein entsprechendes Gerät zu basteln. Die nötigen Informationen soll er von GitHub bezogen haben, einer Plattform zur Zusammenarbeit an Softwareprojekten. Hier sollen einige Beschuldigte auch Tipps zur Umgehung von Teslas FSD-Sperren weitergegeben haben, auch dazu, wie man verhindert, dass das eigene Fahrzeug die Nutzung von FSD protokolliert.

Etliche der betroffenen Tesla-Besitzer dürften FSD zwar völlig legal als Ausstattungsoption erworben haben, oft dürfen sie diese dann aber trotzdem nicht in Südkorea nutzen. Hier ist FSD erst für die Tesla-Modelle S, X und den Cybertruck zugelassen. Diese werden aus den USA importiert und benötigen aufgrund eines Freihandelsabkommens keine südkoreanische Sicherheitszertifizierung. Andere Modelle wie der Model 3 oder Model Y werden aus China importiert, fallen nicht unter dieses Abkommen und haben entsprechend keine FSD-Freigabe.

FSD ist Teslas Softwarepaket für automatisiertes Fahren. Damit sollen Autos eines Tages völlig selbstständig fahren können, so Teslas versprechen. Das wäre dann Level 5, die höchste Stufe von FSD. Aktuell ist Tesla aber bei Level 2, der Fahrer bleibt immer verantwortlich.

Den Beschuldigten droht jetzt eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 20 Millionen Won, das sind rund 13.400 Euro. Die Polizei ermittelt seit April wegen illegal genutzter FSD-Nutzung, nachdem Hinweise darauf vom südkoreanischen Verkehrsministerium gekommen waren.

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