Finanzielle Schwierigkeiten – Der Schwimm-EM in Basel fehlen Gelder – droht nun das Aus?

- Aus finanziellen Gründen ist die Durchführung der Schwimm-EM in der Schweiz derzeit ungewiss.
- Von einem Budget von 7.8 Millionen Franken fehlen derzeit noch rund zwei Millionen.
- Kommt die Finanzierung nicht zustande, wird die Schwimm-EM an ein anderes Land vergeben.
Schon nächsten Dezember soll die Europameisterschaft im Schwimmen in Basel stattfinden. Die Zukunft dieser Meisterschaften steht jedoch auf wackeligen Beinen, wie die NZZ berichtet. Und dies, obwohl die Schweiz mit Noè Ponti und Roman Mityukov derzeit über zwei Aushängeschilder des Schwimmsports verfügt. Beide standen bei den Olympischen Spielen auf dem Podest. Ponti sorgte zudem mit einem Weltrekord auf der Kurzbahn für Aufsehen.
Laut dem Präsidenten des Schweizerischen Schwimmverbands Swiss Aquatics, Ewen Cameron, beträgt das Gesamtbudget für die Meisterschaft 7.8 Millionen Franken. Rund zwei Millionen seien noch offen. Und: Das Geld muss schnell kommen. «Aktuell bräuchten wir eine Zusage von rund 1.2 Millionen bis Ende diesen Monats», erklärt Cameron.
Warum fällt die Geldbeschaffung so schwer?
Um die fehlenden Gelder zu beschaffen, habe man die Anstrengungen deutlich erhöht. Gemeinsam mit dem Hauptsponsor des Europäischen Schwimmverbands spreche man deren Kunden direkt auf Führungsebene an. Auch über die Landesgrenze hinweg wird nach Geldgebern gesucht, da viele Besucher und Besucherinnen aus dem badischen Raum oder dem Elsass erwartet werden.
Für Cameron haben die Schwierigkeiten bei der Geldbeschaffung mehrere Gründe. So sei das Schwimmen für viele Firmen eine Randsportart oder entspreche nicht ihrer Zielgruppe. Auch fehle das generelle Interesse an der Sportart.
Einen Lösungsansatz sieht Cameron in der Gesundheits- oder Ertrinkungsprävention. Dort sei das Interesse der Sponsoren grösser. «Aus diesem Grund versuchen wir jetzt aufzuzeigen, dass Schwimmen eine gesellschaftliche Funktion hat», sagt Cameron.
Minusrechnung und Imageverlust
Falls die erforderliche Finanzierung nicht sichergestellt werden kann und die Europameisterschaft abgesagt werden müsste, würden die Austragungsrechte an den europäischen Verband zurückfallen. Dieser würde die Meisterschaften anschliessend neu ausschreiben und an ein anderes Gastgeberland vergeben.
Für den Präsidenten von Swiss Aquatics wäre das schlimm. «Ich habe sehr viel Energie reingesteckt, und wir haben auch aus dem Organisationsvermögen Geld mobilisiert, das ausgegeben wurde», erklärt Cameron. Nur wenn die Meisterschaft stattfinden würde, könne das Geld gemäss Budget wieder zurückfliessen. Zudem befürchtet Cameron einen Imageverlust.
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