«Alles Fake»: Wirbel in Argentinien vor grossem Messi-Abschied

- Lionel Messi bestreitet in Buenos Aires sein letztes Länderspiel für Argentinien – vor 85’000 Fans im Estadio Monumental.
- Gegner ist Benin, in dessen Kader auch der ehemalige FCZ-Stürmer Aiyegun Tosin (28) steht.
- Berichte über unhaltbare Zustände im Hotel der Benin-Delegation bezeichnet Tosin als «Fake News».
Seit Wochen fiebern sie in Argentinien auf dieses Spiel hin: den letzten Tanz von Lionel Messi nach 207 Spielen im Trikot der Albiceleste. Vor wenigen Wochen gab der Weltmeister seinen Rücktritt aus der Nationalelf bekannt. Zu Ehren seiner Karriere erhält Messi in der Nacht auf Mittwoch (Schweizer Zeit) ein Abschiedsspiel in Buenos Aires im Estadio Monumental vor 85’000 Zuschauern. Die Partie war innerhalb weniger Minuten restlos ausverkauft.
Gegner: Benin. Dort spielt der ehemalige FCZ-Meisterspieler Aiyegun Tosin (28), der für den FC Zürich 32 Tore erzielt und den Zürchern vor drei Jahren eine Millionenablöse eingebracht hat. Mittlerweile kickt der Stürmer in der Ligue 1 bei Lorient und hat gegen Champions-League-Sieger PSG vor wenigen Monaten ein Tor erzielt.
«Ich spiele in Frankreich, aber …»
Aktuell weilt Tosin mit seinen Teamkollegen in Buenos Aires und bereitet sich auf den Kracher gegen Argentinien vor. «Von solchen Spielen haben wir als Kinder alle geträumt. Es geht jetzt einfach nur noch darum, das zu geniessen. Das werden wir wohl nie mehr erleben.»
Es sei zu spüren, dass Argentinien« eine Fussballnation ist». «Ich spiele in Frankreich, aber hier in Buenos Aires ist es anders. Wenn du auf die Strasse gehst, wirst du überall mit Fussball konfrontiert. Eine total fussballverrückte Nation. Wahrscheinlich hat es auch damit zu tun, dass es Messis letztes Spiel sein wird.»
Ob Tosin das Trikot des achtmaligen Weltfussballers abgreifen kann? Von Weltfussballer Ousmané Dembélé hat er es nach einem Ligue-1-Spiel in der letzten Saison bereits gekriegt. Tosin lacht: «Dembélé ist ein super Typ, ich liebe diesen Menschen. Ich hoffe, ich kann auch Messis Trikot ergattern. Aber viele bei uns wollen es.»
Vorwürfe gegen Argentinien seien «Fake News»
Trotz aller Feierlichkeit scheint vor Messis letztem Ernstkampf nicht alles Gold zu sein, was glänzt. Das Hotel, in dem Tosin und Co. in Argentinien einquartiert worden sind, wurde vom argentinischen Verband organisiert. Es habe weder einen Kraftraum noch sonstige Fitnessmöglichkeiten, sei heruntergekommen. Das zumindest berichten verschiedene Medien.
Auf einer Etage des Hotels soll es nicht einmal warmes Wasser geben, und selbst die einzige Sauna sei ausser Betrieb. Der bestens gelaunte Tosin: «Das sind alles Fake News, mein Freund. Man darf nicht alles glauben.» Anschliessend muss Tosin ans Team-Meeting. Die letzten Stunden vor dem Argentinien-Kracher werden eingeläutet. Bald geht für den Ex-FCZler – und für Lionel Messi – eines der speziellsten Spiele der Karriere über die Bühne.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.