The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, October 11, 2026

SRF-Experte zieht Bilanz – Frank: «Schmid machte einen nächsten Schritt Richtung Weltklasse»

Translate

Mit dem letzten Monument des Jahres, der Lombardei-Rundfahrt, ging am Samstag in Como die Rad-Saison 2026 zu Ende. Grund genug, um Mathias Frank eine Bilanz ziehen zu lassen. Der SRF-Rad-Experte äusserte sich zu folgenden Themen und Fahrern:

Tadej Pogacar: «Bis zu seiner Verletzung an der Vuelta dominierte er jedes Rennen, bei dem er an den Start ging. Mit Mailand-San Remo gewann er das für ihn wohl schwierigste Monument und feierte zudem einen weiteren Sieg bei der Tour de France. Ohne den Sturz wäre er der grosse Favorit auf einen weiteren WM-Titel und den Triumph an der Lombardei-Rundfahrt gewesen. Alles in allem ist er der grosse Überflieger der Saison.»

Den «Best of the Rest»: «Da gibt es einerseits Remco Evenepoel, der eine Schippe drauflegen und sich als Leader der Red Bull-Bora-hansgrohe-Mannschaft etablieren konnte. Ausserdem fuhr er bei der Tour aufs Podium und feierte einen EM-Titel auf der Strasse. Andererseits Paul Seixas, der mit seinem Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt in den Radsport-Olymp fuhr.» An der Tour de France verpasste der 20-Jährige den Sprung aufs Podest (4.) nur ganz knapp und weckte dabei französische Sehnsüchte auf den ersten Heimsieg an der «Grande Boucle» seit 1985.

Das Schweizer Highlight: «Da muss man Mauro Schmids Etappensieg an der Tour de France nennen. Das war die Krönung einer Saison, in der Schmid einen weiteren Schritt in Richtung Weltspitze machen konnte.» In Montreal liess Schmid die Schweizer Radsport-Fans bei der Strassen-WM zudem mit einer späten Attacke kurz von einer Medaille träumen, musste sich am Ende aber mit Rang 11 begnügen.

Wer aus Schweizer Sicht enttäuschte: «Die beiden Tudor-Fahrer Marc Hirschi und Stefan Küng, die auch verletzungsbedingt hinter den eigenen Erwartungen blieben. Mit einem Etappensieg im Zeitfahren an der Vuelta konnte Küng die Saison aber versöhnlich abschliessen.»

Die beiden Schweizer Teams, Tudor und Q36.5: «Das Team Q36.5 hatte vor allem dank einem starken Tom Pidcock eine tolle Saison mit vielen guten Resultaten. Anders sieht es beim Team Tudor aus, das mit grossen Ambitionen in die Saison gestartet war und das Kader entsprechend verstärkt hatte. Es hatte Pech mit den Stürzen von Hirschi und Küng, konnte die Saison aber mit zwei Grand-Tour-Etappensiegen an der Vuelta mit Höhepunkten beenden. Die Ambitionen sind lediglich für die nächste Saison aufgeschoben.»

Die Situation im Schweizer Radsport: «Die beiden Rundfahrten mit nationaler Bedeutung – die Tour de Suisse und die Tour de Romandie – haben zu kämpfen. Sie müssen neue Formate finden, um attraktiv zu bleiben und überleben zu können – ein Zeichen, dass es nicht zum Besten steht um den Schweizer Radsport. Aber die jungen Fahrer, die regelmässig nachkommen, lassen Hoffnung schöpfen.»

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.