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Friday, October 30, 2026

heise+ | Kontrolliert ausweichen: So funktionieren ESP-Systeme

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Egal, ob einem unvorhersehbaren Hindernis auf der Fahrbahn plötzlich ausgewichen werden muss, unerwartet Blitzeis auftritt, oder auf der Rennstrecke bei der Hatz nach der letzten Zehntelsekunde das Limit des Fahrzeugs ausgereizt wird: Kündigt sich eine brenzlige Fahrsituation an, oder liegt sie womöglich bereits vor, helfen dem Fahrer eines modernen Pkw, außer einer gehörigen Portion Glück, moderne Fahrdynamik-Regelsysteme.

Aufgabe dieser Systeme ist es, etwa durch gezielte Bremseingriffe, kritischen Fahrsituationen vorzubeugen oder aber das Fahrzeug wieder in einen kontrolliert-sicheren Fahrtzustand zurückzuführen. Das ABS (Antiblockiersystem) und das ESP/ESC (Elektronisches Stabilitätsprogramm) sind dabei die wohl prominentesten Vertreter im Umfeld elektronischer Fahrdynamikregelungen. Während ABS seit 2004 in allen Neuwagen verpflichtend verbaut sein muss, ist das ESP erst seit 2014 Serienpflicht.

VW Golf Rad

Doch bevor wir tiefer in Fahrdynamik-Regelsysteme und deren Regelstrategie einsteigen wollen, muss zuerst die zugrundeliegende Fahrdynamik verstanden werden. Jedes Auto kann sich in Längs-, Quer- und Vertikalrichtung bewegen. Längs und quer erklären sich von selbst, aber vertikal? In diese Richtung geht es, wenn das Auto bei der Fahrt über eine Bodenwelle oder Kuppe ausfedert. In diesem Falle bewegt sich dann allerdings genau genommen nicht das ganze Fahrzeug, sondern hauptsächlich der Fahrzeugaufbau. Abgesehen von Extremsituation, in denen das Auto abhebt und dabei den Fahrbahnkontakt verliert. Dann richtet naheliegenderweise kein Stabilisierungssystem mehr irgendetwas aus.

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