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Wednesday, October 14, 2026

Wanze in Konferenzraum versteckt: OpenAI-Angestellter festgenommen

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Ein Angestellter von OpenAI ist bereits am 9. Oktober festgenommen worden, weil er ein „ausgeklügeltes Aufnahmegerät“ in einem Konferenzraum versteckt haben soll, in dem häufig über „streng vertrauliche technische, geschäftliche und strategische Angelegenheiten“ gesprochen wurde. Das haben OpenAI und das US-Justizministerium öffentlich gemacht. Der Verdächtige ist demnach 35 Jahre alt, hat die Staatsbürgerschaft Saudi-Arabiens und hat seit Juli 2025 bei OpenAI gearbeitet. Entdeckt wurde das Aufzeichnungsgerät Ende September, die Inhalte sollen verschlüsselt gewesen sein. Nach seiner Verhaftung wurde der Mann gefeuert. Sollte er der erhobenen Vorwürfe schuldig gesprochen werden, drohen ihm demnach maximal fünf Jahre Gefängnis und 250.000 US-Dollar Strafe.

Laut den Ausführungen des US-Justizministeriums soll der Verdächtige rund um das Anbringen des kleinen Video- und Audiorekorders diesbezügliche Fragen an einen KI-Chatbot gestellt haben. Dazu sei der Account seiner Ehefrau genutzt worden. Dabei sei es darum gegangen, wie man solch ein Gerät „baut, anpasst, installiert, Geräusche aufnimmt, testet, versteckt und aus der Ferne steuert“. In dem Dialog seien auch direkt mit dem fraglichen Gerät verbundene Informationen ausgetauscht worden, darunter die individuelle MAC-Adresse. Am 5. Oktober, also nach der Entdeckung des Geräts, soll der Mann auch einmal in dem Raum hinter den Fernseher geschaut haben, in dessen USB-Eingang es steckte. Dabei wurde ein Foto von ihm gemacht, offenbar von dem Gerät, das den Raum also gar nicht filmen konnte.

Überwachungskameras sollen den Verdächtigen mehrfach in der Nähe des fraglichen Raums aufgenommen haben. Zu den dort abgehaltenen Treffen habe er keinen Zugang gehabt, schreibt das US-Justizministerium weiter. In denen sei unter anderem über den technischen Fortschritt und strategische Entscheidungen von OpenAI gesprochen worden, über Prioritäten, die Zusammenarbeit mit Regierungen und Geschäftsbeziehungen. Warum und für wen der Verdächtige diese Besprechungen aufzeichnen wollte, geht aus den detaillierten Beschreibungen der Ermittlerinnen und Ermittler nicht hervor. OpenAI bedankt sich jedenfalls bei dem FBI für die schnelle Unterstützung und Festnahme. Den Verdächtigen habe man mithilfe eigener KI-Modelle ermittelt. Hinweise darauf, dass er Modellgewichte, Quellcode oder Kundendaten abgegriffen habe, gebe es bislang nicht.

Das US-Magazin Gizmodo hat derweil entdeckt, dass es sich bei dem laut OpenAI „ausgeklügelten Aufzeichnungsgerät“ um eine winzige Kamera mit eingebautem Mikrofon handelt, die man online für weniger als 20 US-Dollar kaufen kann. Es handelt sich demnach um das Bastelboard Seeed Studio XIAO ESP32-S3 Sense. Das US-Justizministerium spricht auch lediglich von einem „verdeckten Tonaufzeichnungsgerät“. Es ist laut Werbebildern kleiner als eine SD-Karte, in dem Fernseher von OpenAI wurde es in Toilettenpapier gewickelt. In einer Tasche des Verdächtigen wurde laut dem Bericht zudem ein „ähnliches“ Aufzeichnungsgerät sichergestellt, ob es baugleich war, geht daraus aber nicht hervor.

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