Trump droht Informanten mit Erschiessen

Eskalation bei Wahlkampfauftritt: Donald Trump fordert die Erschiessung von Informanten, die vertrauliche Pläne verraten. Und er kündigte für seine restliche Amtszeit drastische Schritte an, «die niemand zuvor gesehen hat».
Publiziert: vor 9 Minuten
- Trump forderte in Arizona die Erschiessung von Leakern
- Sie sollen B-2-Pläne gegen Iran an Medien verraten haben
- Der Schlag wurde verschoben; Trump kündigte Neues an
Guido FelderAusland-Redaktor
Bei einem emotional geladenen Auftritt vor Anhängern im US-Bundesstaat Arizona hat Donald Trump scharfe Attacken gegen Unbekannte gerichtet, die vertrauliche Militärinformationen an die Presse weitergegeben haben sollen. Seine Ansage an sogenannte «Leaker» fiel drastisch aus: Solche Personen seien der «Abschaum der Erde» und gehörten für den Rest ihres Lebens ins Gefängnis – oder direkt vor ein Exekutionskommando. «Früher haben wir Informanten erschossen», rief Trump der Menge zu.
Angriffsplan verraten
Anlass für Trumps Wutausbruch war das Durchsickern sensibler Details zum US-Schlag mit B-2-Tarnkappenbombern gegen iranische Nuklearanlagen. Laut Angaben der US-Regierung wurden exakte Abflugszeiten an Medien wie die New York Times und CNN weitergegeben, weshalb die geheime Militäroperation kurzfristig verschoben werden musste.
Neben den Wutausbrüchen gegen Geheimnisverräter heizte der US-Präsident auch Spekulationen über bevorstehende, beispiellose Entscheidungen an. Mit Blick auf seine verbleibende Amtszeit verkündete er: «Bevor ich gehe, werden wir Dinge tun, die niemand zuvor gesehen hat.» Um welche konkreten politischen oder militärischen Schritte es sich dabei handelt, liess er offen.
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