Vertrauter Name : Volkswagen macht aus dem ID.4 den ID.Tiguan - erste Fahrt

Vertrauter Name Volkswagen macht aus dem ID.4 den ID.Tiguan - erste Fahrt
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Aus ID.4 wird jetzt ID.Tiguan. So lautet Volkswagens Strategie, elektrische Antriebe in der Außenwirkung konventionell zu machen ganz ohne Sonderstatus. ntv.de hat schon erste Runden mit dem lautlosen SUV gedreht.
Viel sieht man noch nicht unter der Tarnfolie, aber anhand der Silhouette erkennt man natürlich, um welches Auto es geht. Volkswagens Allrounder ID.4 bekommt offenbar eine umfangreiche Aufwertung und sogar einen neuen Namen: ID.Tiguan heißt die praktische Allzweckwaffe ab sofort. Und sonst ändert sich nichts? Zumindest darf man für den Moment noch fleißig spekulieren, denn viel verraten die Niedersachsen noch nicht. Einen kleinen Blick in die ID.Tiguan-Datenwelt gewährt Volkswagen dafür immerhin schon.
Doch vorher sei noch ein genauerer Blick auf die verhüllte Außenhaut geworfen. Denn ein paar Details erkennt das geschulte Auge durchaus bereits. Gerade vor dem Hintergrund des frisch gelaunchten Polo fallen die unter einer freigelassenen Tarn-"Lücke" herauslugenden Rückleuchten auf. Und hier ist der gleiche 3D-Stil zu erahnen wie beim ID.Polo. Vorn ist es dagegen die durchgehende LED-Spange, die sich dem Betrachter geradezu aufdrängt nebst einem beleuchteten Markenemblem. Wobei letzteres ja inzwischen fast schon ein alter Hut ist.
Und unter der Hülle? Bleiben viele Dinge gleich, wobei der Trick ein anderer ist: Volkswagen hatte ja bereits im Frühjahr dieses Jahres fast heimlich eine kleine Neuerung beim ID.4 vorgenommen, die dem ID.Tiguan logischerweise dann auch vergönnt sein wird. So spendieren ihm die Wolfsburger analog zum ID.3 Neo den überarbeiteten Motor APP350. Diesen haben die Techniker im Vergleich zur Vorgänger-Maschine vor allem in den Punkten Effizienz und Geräuschverhalten optimiert. So sollen dünnere Statorbleche beispielsweise die Wirbelstromverluste reduzieren. Und eine optimierte Anordnung der Permanentmagnete im Stator verringern etwaige Schwingungen.
ID.Tiguan mutet komfortabel an
Generell macht eine erste Ausfahrt mit dem noch getarnten ID.Tiguan ziemlich neugierig. Gibt es Verbesserungen bei der Dämmung? Fährt der am oberen Ende des Kompaktsegments operierende Wolfsburger jetzt noch geschmeidiger? Schwierig zu sagen ohne direkten Vergleich, obschon der elektrisch angetriebene Familientransporter betont geschmeidig über die mitgenommenen Passagen alter Wiener Stadtstraßen rollt.
Könnten die Ingenieure wohl etwas am Fahrwerk herumgeschraubt haben? Spekulation. Und natürlich hat die Presse-Crew dafür gesorgt, dass nicht etwa das Basismodell in der neuen 190-PS-Leistungsstufe zum Einsatz kommt. Nein, es muss natürlich der potente Allradantrieb mit 299 PS sein, sodass es richtig auf den Magen geht beim vollen Durchbeschleunigen. Immerhin sprintet der Stromer binnen 6,3 Sekunden auf 100 km/h. Bei der Basis wären es 8,5 Sekunden und bei der ebenfalls weiterhin lieferbaren Heckantrieb-Variante mit 286 PS schon drahtige 6,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten werden mit 160 (Grundmodell) respektive 180 km/h beziffert.
Eher gemächlich bleibt dagegen einstweilen das Laden. Mit einem Peak von 165 kW soll sich der 77 kWh große Akku innerhalb von 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen lassen - so war es bisher auch. Im Kontext mit der kleinen Batterie nennt Volkswagen 26 Minuten bei reduzierten 105 kW Peak-Ladeleistung - was für ein breites Plateau spricht. Hier würde man intuitiv dennoch mehr erwarten. Allerdings macht sich der Effizienzgewinn zumindest in den Daten bemerkbar.
Der Blick auf alte Unterlagen verrät, dass Volkswagen ganz zu Anfang einmal 520 Kilometer WLTP-Reichweite kommuniziert hat - bei einer Motorleistung von 204 PS und 77 kWh-Nettokapazität. Künftig sind es bei gleichem Zellvolumen rund 600 Kilometer. Bei den frühen Exemplaren handelt es sich allerdings um das ursprüngliche APP310-Triebwerk, was Nachteile bei der Effizienz hatte. Was die Stromspeicher angeht, so rüttelt die künftige Euro-7-Zertifizierung mit festgelegten Kriterien für die Dauerhaltbarkeit das Entwicklungsgeschehen noch einmal durch - das bringt wiederum Veränderungen mit sich inklusive Auswirkungen auf technische Daten.
Apropos. Zum Schluss noch einmal der genaue Blick auf die Spezifikationen. Und dabei fällt auf, dass sich auch ein kleiner Vorteil im praktischen Nutzen in den ID.Tiguan geschlichen hat. Dieser darf nämlich jetzt zwei Tonnen an den Haken nehmen. Früher waren es maximal 1800 Kilogramm. Ein kleiner Schleppesel war das SUV ja schon immer, konnte zum Beispiel auch Gepäckäquivalent in Höhe von knapp 1600 Litern einladen.
Ach ja, eine ganz witzige Überraschung hält der aufgefrischte Alleskönner natürlich noch für seine Passagiere bereit. Neugierig geworden? Tja, diese und übrigens die kompletten Skills des überarbeiteten Modells verrät der Hersteller leider erst nächsten Monat. So bleibt die Sache wenigstens schön spannend.
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