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Thursday, October 8, 2026

Der Geisterflughafen von Athen soll zur Küstenstadt werden

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Rettung für Lost Place

Der Geisterflughafen von Athen soll zur Küstenstadt werden

Über zwei Jahrzehnte lang verfiel der alte Flughafen Athen zu einer gespenstischen Betonwüste. Jetzt rollen die Bagger für ein Giganten-Projekt: Auf dem verlassenen Areal Hellinikon entsteht für Milliarden eine hochmoderne Stadt an der griechischen Riviera.

Publiziert: vor 21 Minuten

  • Ein Grossprojekt soll den verlassenen Athener Flughafen in eine moderne Stadt verwandeln.
  • Das Projekt soll in der ersten Phase 10'000 Jobs schaffen.
  • Auch in der Schweiz bekommen bekannte «Lost Places» ein neues Leben.
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Der alte Flughafen Athens gilt schon lange als Ruine der Moderne. Die verlassene Betonwüste im Süden der Stadt wirkt mit ihren rostenden Giganten der Lüfte gespenstisch. Jetzt wird aber alles anders: Das Grossprojekt, das das riesige Gelände an der Athener Riviera in eine komplett neue Stadt verwandeln soll, schreitet eifrig voran, wie das Nachrichtenportal T-Online berichtet.

2:11

Verlassene Betonwüste:Der Geisterflughafen von Athen

Bis 2001 war der Flughafen Hellinikon noch in Betrieb, ehe er vom neuen Airport Eleftherios Venizelos abgelöst wurde und über das folgende Vierteljahrhundert dramatisch verfiel. Nun sollen durch das Projekt «The Ellinikon» moderne Wohnviertel, Büros, Hotels, Shoppingmeilen und weitläufige Parkanlagen entstehen.

Ein Milliardenprojekt in Etappen

Laut den Entwicklern handelt es sich um das «ehrgeizigste Stadterneuerungsprojekt Europas», das 10'000 Arbeitsplätze schaffen soll. Nach dem ersten Spatenstich im Juli 2020 stehen jetzt ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, ein Park und Sportanlagen. Auf die Hauptattraktionen des 6,2 Millionen Quadratmeter grossen Areals müssen Interessierte aber noch ein wenig warten.

Richtig in Schwung kommt das Vorhaben ab 2027. Der Grossteil der Wohnungen, ein Einkaufszentrum und ein Gesundheitszentrum sollen bis Ende 2028 bezugsbereit sein. Die Geschichte des Ortes bleibt dabei sichtbar: Ein Hangar wird zum Erlebniszentrum, das alte Terminal zur Event-Location und ein Wasserturm bleibt als Wahrzeichen stehen.

Schweizer Lost Places im Umbruch

Das Ringen um neue Konzepte für verlassene Orte – sogenannte «Lost Places» – ist jedoch kein rein griechisches Phänomen. Auch in der Schweiz sorgen solche Brachflächen regelmässig für Redebedarf. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Geister-Raststätte am Walensee in Obstalden GL. Der wuchtige Betonbau gilt seit mehr als zwei Jahrzehnten als Schandfleck der Region. Nun bringt der Zürcher Gastronom Ayverdi’s frischen Wind in die Debatte: Geplant sind eine Tankstelle samt Kebab-Laden, ein edles Restaurant, Hotelzimmer sowie ein Rooftop-Pool auf den oberen Etagen.

Ein weiteres Sorgenkind war das einst vornehme Hotel Füringen hoch über dem Vierwaldstättersee. 16 Jahre lang dämmerte das Überbleibsel aus der Belle Époque als Geisterhotel vor sich hin. Ein Bauprojekt der Tellco Immobilien AG sieht jetzt eine Umnutzung in ein Wohnquartier vor: Geplant sind 60 bis 90 Wohnungen, ein Panoramarestaurant, Grünflächen und ein öffentlicher Platz. Von den historischen Bauten sollen lediglich die Bergstation der Standseilbahn und ein altes Bauernhaus der Nachwelt erhalten bleiben.

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