„Gesunde digitale Gewohnheiten“: Apple bringt Hilfe für Familien heraus
Passend zu den überarbeiteten Funktionen, mit denen Eltern in iOS 27 & Co. ihre Apple-Technik besser auf die Nutzung durch ihren Nachwuchs abstimmen können, hat der iPhone-Hersteller nun auch einen deutschsprachigen „Leitfaden für Familien“ vorgelegt. Der interaktive Leitfaden ist in Zusammenarbeit mit dem Verband amerikanischer Kinderärzte, der American Academy of Pediatrics (AAP), entstanden und soll dabei helfen, „gesunde digitale Gewohnheiten“ („Healthy Digital Habits“) zu erlernen und zu trainieren.
Apple steht dabei zwischen Baum und Borke: Der Konzern betont zwar die Wichtigkeit des Kinderschutzes, befindet sich aber im Konfliktfeld zwischen Technik und Wirtschaft. So kommt es immer wieder zu „Hacks“ der Bildschirmzeitfunktion, gleichzeitig liegt es in Apples wirtschaftlichen Interesse, noch mehr digitale Geräte für noch mehr Nutzung an Mann, Frau und Kind zu bringen.
Leitfaden passend zu Apples neuen Funktionen
Der neue Familien-Leitfaden, der kurz nach der US-Version internationalisiert wurde, versucht es mit sechs Schritten. So sollen Eltern zunächst mit ihren Kindern das Gespräch suchen, um dem Nachwuchs zu erklären, warum sie nicht ständig vor dem Gerät hängen sollten.
Dann wird ein Kinder-Account eingerichtet, Sicherheitseinstellungen für Apps und Websites festgelegt und ein Zeitplan für die Nutzung der Hardware erstellt. Schritt fünf und sechs sind die Verwaltung der Kontakte des Kindes – ein sicher nicht unumstrittenes Thema –, sowie der Umgang mit älterem Nachwuchs. All die Punkte, die Apple erklärt, gehen jeweils mit teils neuen, teils alten iOS-, macOS- und iPadOS-Funktionen Hand in Hand, deren Verwendung der Leitfaden erklärt.
EU Kids Act in Vorbereitung
„Jede Familie geht auf ihre eigene Weise mit Technologie um. Deshalb wollten wir die bewährten Empfehlungen der American Academy of Pediatrics mit den Tools verbinden, die in unsere Produkte integriert sind“, kommentiert Sumbul Desai, M.D., Vice President Health and Fitness bei Apple. Die AAP hatte zuvor bereits einen eigenen „Family Media Plan“ zum Umgang mit Digitaltechnik entwickelt, der in Apples Leitfaden eingeflossen ist.
Der Konzern plant unterdessen, auch mit weiteren Organisationen zu sprechen, darunter solchen aus Europa. Hier und anderswo wächst unterdessen der Druck: Ein Social-Media-Verbot für jüngere Kinder (inklusive Videoplattformen) wird intensiv diskutiert und könnte im Rahmen des EU Kids Act schnell eingeführt werden. Darin sollen unter anderem digitale Nachweispflichten geregelt werden.
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