«Es braucht mehr solch spannende Personen wie mich»

- Ariel (23) aus Basel ist ab dem 26. Oktober als Bachelorette auf 3+ zu sehen.
- Die Reality-TV-Persönlichkeit plant zudem die Eröffnung einer eigenen Kita im Disney-Stil.
- Langfristig träumt sie davon, eine eigene Reality-Show in der Schweiz zu produzieren.
Ariel ist zurück aus Thailand – und noch nicht ganz im Schweizer Alltag angekommen. «Mir geht es ganz okay. Ich bin oft gestresst momentan», sagt sie beim Besuch bei 20 Minuten. Gerade erst habe sie noch mit Jetlag gekämpft. Gleichzeitig steigt die Nervosität vor dem nächsten grossen TV-Moment: Ab dem 26. Oktober ist sie als Bachelorette auf 3+ zu sehen.
Bescheiden kündigt die 23-Jährige ihre Liebesreise nicht gerade an. «Es wird auf jeden Fall eine legendäre Staffel. Es ist die beste, die es je gegeben hat», verspricht sie. Langweilig werde es jedenfalls nie.
«Es geht richtig auf die Psyche»
Die Welt des Reality-TVs kennt Ariel inzwischen bestens. Der glamouröse Teil vor der Kamera sei allerdings nur eine Seite davon. «Das Drehen an sich ist nicht so: ‹Uh, es macht so Spass!› Es geht richtig auf die Psyche. Auch körperlich ist es anstrengend.»
Bei früheren Produktionen mit körperlichen Challenges sei sie bereits an ihre Grenzen gekommen. Einmal sei sie bei rund 40 Grad in der Sonne zusammengebrochen. «Ich bin irgendwo in einem Zelt aufgewacht mit 100 Ärzten und Kameras vor meinem Gesicht», erinnert sie sich.
Auch von ihrer jüngsten Produktion bei «Promis unter Palmen» sei die Belastung nicht spurlos an ihr vorbeigegangen. Nach eigenen Angaben verlor sie innerhalb von wenigen Wochen 4,5 Kilogramm. Anders war das bei der Produktion von «Die Bachelorette», wo sie bei romantischen Dates ihre grosse Liebe sucht. Die Umstände waren deutlich idyllischer, wie Ariel beschreibt.
Wenig Schlaf und viel Warten
Wovon Zuschauerinnen und Zuschauer ebenfalls kaum etwas mitbekommen würden: die langen Drehtage. Ariel erzählt von Phasen, in denen sie maximal fünf Stunden Schlaf bekommen habe, wie beim Dschungelcamp. Tagsüber einfach die Augen zu schliessen oder sich hinzulegen, sei bei Produktionen, wo man 24 Stunden gefilmt wird, nicht erlaubt gewesen.
Und ausgerechnet Reality-TV, das von Konflikten und schnellen Schnitten lebt, bestehe hinter den Kulissen auch aus viel Langeweile. «Der Tag hat 24 Stunden», sagt Ariel. Bis eine Challenge beginne, warte man teilweise drei Stunden.
Aber warum tut sie sich das denn immer wieder an? Für Ariel liegt der Reiz vor allem in dem, was danach kommt: Öffentlichkeit. «Diese gewonnene Aufmerksamkeit brauche ich, um immer präsent zu bleiben in dieser Bubble.» Neue Gesichter kämen schnell nach. «Und du willst natürlich immer Nummer eins bleiben. So ist es zumindest bei mir.»
«Sobald mein roter Kopf reinkommt, geht es um mich»
Ob sie nun selbst Bachelorette ist oder mit zahlreichen anderen Reality-Stars vor der Kamera steht, macht für Ariel nach eigener Einschätzung wenig Unterschied. «Ich stehe immer im Mittelpunkt. Sobald mein roter Kopf reinkommt, geht es um mich und um niemanden anderes», sagt sie und fügt gewohnt selbstbewusst an: «Die können froh sein, wenn ich überhaupt mit ihnen diskutiere, weil sie durch mich Primetime kriegen.»
Ein Reality-Format fehlt ihr allerdings noch auf der persönlichen Liste: «Ich würde richtig gerne zu ‹Let's Dance› gehen.» Dass es irgendwann dazu kommt, scheint für sie ausser Frage zu stehen. «Mich wird man schon noch in einem geilen Tanzoutfit bei ‹Let's Dance› sehen.»
Traum von eigener Kita und eigener Reality-Show
Doch Ariel will offenbar nicht nur Kandidatin bleiben. Im Gespräch deutet sie eigene Pläne für die Schweiz an. «Vielleicht ist schon etwas in Planung», sagt sie zunächst leicht bescheiden, aber mit einem frechen Grinsen.
Die Idee könnte in folgende Richtung gehen: «Vielleicht habe ich Lust, ein paar neue Reality-Gesichter in der Schweiz zu finden. Mal schauen.» Dabei gehe es ihr weniger um Dating als um Menschen, die vor der Kamera funktionieren. Der Grund? Sie findet alle anderen Reality-TV-Darsteller hierzulande «langweilig». «Ich bin die einzige spannende Person in der Schweiz, die Reality macht», so Ariel überzeugt. «Es braucht mehr solche Personen – ich bin momentan ja die Nummer eins, aber ich teile auch gerne.» Konkreter wird Ariel vorerst noch nicht – ob es nur ein Traum oder schon in Planung ist, lässt die 23-Jährige offen.
Welche Ariel-Phase würdest du am liebsten sehen?
Auch ausserhalb des Reality-TV verfolgt Ariel ein Projekt, das zunächst kaum zu ihrem lauten Fernsehimage passen mag. «Ich bin gerade dran, meine eigene Kita zu eröffnen», erzählt sie. Ihre Vorstellung: eine farbenfrohe Kita im Disney-Stil mit verschiedenen Figuren an den Wänden. Mit ihrer TV-Persona Ariel habe das nichts zu tun, betont sie. Wie konkret ihr Herzensprojekt bereits ist und wann die Kita eröffnen könnte, behält die Baslerin ebenfalls für sich.
«Ich glaube, ich werde gar nicht 60»
Und wo sieht sich Ariel langfristig? Auf die Frage nach ihrem Leben mit 60 folgt eine unerwartete Antwort. «Ich glaube, ich werde gar nicht so alt», so Ariel ganz ernst.
Der Grund dafür ist keine gesundheitliche Prognose. Ariel erzählt, dass ihr einst aus dem Kaffeesatz gelesen worden sei, dass sie nicht älter als 54 Jahre werde. Daran glaube sie durchaus. Ohnehin will sie nicht viel weiter vorausplanen. «Ich weiss nicht mal, was ich morgen mache. Und du fragst mich, wo ich in 40 Jahren bin», lacht sie.
Eine Vorstellung hat sie dann aber doch: Mit etwa 50 Jahren will sie keine Reality-Shows mehr drehen. «Um Gottes willen, nein danke!» Stattdessen sieht sie sich ausgewandert am Strand – mit einem Haus und drei Kindern. Bis dahin dürfte es vor der Kamera allerdings noch etwas lauter werden. Denn zumindest für ihre Zeit als Bachelorette macht Ariel eine klare Ansage: Langweilig werde diese Staffel nicht.
Gina Sergi (gis), Jahrgang 1997, arbeitet seit März 2024 bei 20 Minuten. Sie ist seit September 2025 Ressortleiterin People.
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