Curler sind Nummer 1 der Welt – Schwaller und Co.: Mit Schwung in den nächsten Olympia-Zyklus

Die Curler des CC Genf zieren die Weltranglistenspitze. Klappt's nun auch einmal mit einer internationalen Goldmedaille?
Während das erfolgreichste Schweizer Frauen-Curling-Team der letzten Jahre nach dem Rücktritt von Silvana Tirinzoni und dem Abgang von Carole Howald ein neues Gesicht bekommen hat, bleibt bei den Männern des CC Genf um Skip Yannick Schwaller alles beim Alten.
Zumindest personell. Sportlich hat die Equipe kürzlich einen Meilenstein erreicht: Als erstes Schweizer Männer-Team überhaupt steht es an der Spitze der Weltrangliste.
Seit vier Jahren ein Team
Einen Screenshot habe er schon gemacht, als das neue Ranking herausgekommen sei, sagt Schwaller. Ansonsten aber habe die Nummer 1 eher symbolischen Wert. «Wir haben das nie als Ziel formuliert. Es ist das Resultat guter Leistungen über mehrere Wochen hinweg.»
In der gegenwärtigen Formation unterwegs sind Schwaller und Co. seit 2022. Der gemeinsame Weg ist gepflastert mit Erfolgen: Drei EM-Medaillen, zwei WM-Medaillen und zuletzt im Februar Bronze an den Olympischen Spielen in Cortina kamen zusammen. Nur eines fehlt bislang: Eine Goldmedaille bei grossen internationalen Meisterschaften.
Voller Kalender – EM nicht im Programm
Wer von Schwaller diesbezüglich eine klare Ansage für die Zukunft erwartet, wird indes enttäuscht. «Wer uns verfolgt, weiss, dass wir keine solchen Ziele rausgeben», erklärt er. Um dann nachzuschieben: «Wir haben sicher alles im Team, um es bis ganz nach oben zu schaffen.» Was die aktuelle Weltranglistenposition auch beweist.
Der Status bringt auch (angenehme) Verpflichtungen mit sich: Die kommende Saison ist terminlich vollgepackt, wie Benoît Schwarz-van Berkel erläutert. «Wir bestreiten mehr Turniere als üblich. Deshalb werden wir die EM (Ende Oktober/Anfang November im tschechischen Ostrava, Anm. d. Red.) auch nicht spielen.»
Fernziel Lyon 2030
Bis Ende Jahr steht die Grand-Slam-Saison in Kanada an. An den insgesamt fünf Turnieren nehmen nur die Besten der Besten teil, entsprechend viel Prestige ist damit verbunden. Auch die WM im kommenden Jahr findet in Kanada statt. Austragungsort ist Saint John.
Das Quartett (neben Schwaller und Schwarz-van Berkel sind Pablo Lachat-Couchepin und Sven Michel an Bord) steht am Anfang eines neuen Olympia-Zyklus. Als Fernziel locken die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen mit den Curling-Bewerben in Lyon.
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