Bier und Molke aus Kanada: Neue US-Einfuhrsperre in Kraft

Die USA haben die Einfuhr bestimmter kanadischer Produkte bis auf Weiteres gestoppt. Kanada habe die USA „sehr unfair behandelt“, sagte US-Präsident Trump.
Foto: Kevin Lamarque/rtr
afp | Die USA haben die Einfuhr bestimmter kanadischer Produkte bis auf Weiteres gestoppt. Am Dienstag (6 Uhr MESZ) trat ein Importembargo für alkoholische Getränke sowie einige Milchprodukte in Kraft. Betroffen sind unter anderem Bier, Schaumwein und Molke, aber auch PS-starke Motorräder.
Trump verteidigte die umstrittene Maßnahme kurz vor Inkrafttreten. Kanada habe die USA „sehr unfair behandelt“, sagte er am Montag bei einem Auftritt im Weißen Haus. Er hatte den Einfuhrstopp Anfang September verkündet, nachdem Kanada auf hohe US-Zölle mit Gegenzöllen reagiert hatte.
Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war im August nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert. Mitte September drohte Trump auch der Europäischen Union einen Handelsstopp an, sollte sie Kanada eine „assoziierte Mitgliedschaft“ anbieten, wie von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angedeutet.
In Trumps zweiter Amtszeit haben sich die eigentlich freundlichen Beziehungen zu Kanada deutlich verschlechtert. Für Irritationen sorgte er mit der Aussage, er wolle das Nachbarland zum 51. US-Bundesstaat machen. Zudem unterzeichnete er ein Dekret zur Umbenennung des Ontariosees in „Lake America“ (Amerikasee).
Durch den Ontariosee verläuft die Grenze zwischen der kanadischen Provinz Ontario und dem US-Bundesstaat New York. Das Gewässer gehört zu den fünf Großen Seen Nordamerikas.
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