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Wednesday, November 4, 2026

Chikungunya-Fieber: Vier Infizierte leben im selben Quartier

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  • In einem Quartier in Bellinzona TI sind vier Personen am Chikungunya-Fieber erkrankt.
  • Zwei Infizierte wurden möglicherweise von derselben Tigermücke gestochen, die zwei anderen Fälle gehen vermutlich auf deren Nachkommen zurück.
  • Der Kanton versprühte mit der SUPSI eine Substanz, die erwachsene Tigermücken abtötet.

In einem Quartier in Bellinzona sind vier Personen an Chikungunya-Fieber erkrankt. Alle Betroffenen wohnen laut dem Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani in derselben Gegend. Zwei der Infizierten könnten von derselben Tigermücke gestochen worden sein, zitiert Tio.ch unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Kantonsarzt. Die zwei weiteren Fälle seien vermutlich durch Nachkommen dieses Insekts verursacht worden.

Nachdem die Infektion im Blut der Betroffenen nachgewiesen worden war, leitete der Kanton Bekämpfungsmassnahmen ein. Zusammen mit der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) wurde eine Substanz versprüht, die erwachsene Tigermücken abtötet. Der Einsatz sei besonders wirkungsvoll, so Merlani: Tigermücken legten während ihres Lebens in der Regel keine Distanzen von mehr als 100 Metern zurück.

Hohes Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen

Die Asiatische Tigermücke, welche das Chikungunya-Virus typischerweise überträgt, breitete sich laut dem Bundesamt für Gesundheit auch in der Schweiz aus und konnte sich aufgrund des Klimawandels in mehreren Regionen etablieren. «Theoretisch kann es daher auch hier zu einer Übertragung kommen», sagte Esther Künzli 2025. Sie ist Co-Leiterin des Zentrums für Tropen- und Reisemedizin am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH).

Je wärmer es ist, desto schneller vermehrt sich das Virus in der Mücke. Bei 30 Grad dauert es weniger als zwei Tage, bis sie ansteckend ist. Bei kühleren Temperaturen verläuft dieser Prozess deutlich langsamer. Das höchste Übertragungsrisiko in Europa besteht im Juli und August. Südeuropa gilt mit bis zu sechs Monaten pro Jahr, in denen solch hohe Temperaturen herrschen, als Hochrisikogebiet.

Das Chikungunya-Fieber geht mit typischen Grippesymptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einher, manchmal begleitet von einem Hautausschlag. Die meisten Infizierten erholen sich vollständig. Schwere Verläufe treten vor allem bei Säuglingen und sehr alten Menschen auf.

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.

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