«Schaf-Alarm»: 120 Tiere büxen aus – längerer Polizeieinsatz

«Schaf-Alarm in Niederteufen», schreibt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am Dienstagnachmittag. Eine ausgebüxte Schafherde sorgte in der Nacht auf Dienstag für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz. Rund 120 Tiere standen im Ortsteil Battenhaus auf der Fahrbahn – der Verkehr kam vorerst nicht mehr weiter.
Kurz nach 0.30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass sich eine grosse Anzahl Schafe auf der Strasse aufhalte. Vor Ort bestätigte sich das Bild: Die Herde hatte ihre Unterkunft verlassen und sich auf der Fahrbahn verteilt. Die Kantonspolizei schreibt in einer Medienmitteilung: «Die Herde hatte sich offenbar kollektiv für einen nächtlichen Ausflug entschieden und den wohl wolligsten Stau der Nacht verursacht.»
Einfangen war nicht ganz einfach
Die Tiere hätten es den Einsatzkräften zunächst nicht leicht gemacht. Während einige Schafe auf der Strasse stehen blieben, spazierten andere weiter durch die Nacht. Mit Unterstützung des Tierhalters, Taschenlampen und mehreren Lockversuchen gelang es schliesslich, die ganze Herde wieder einzufangen. Die Polizei schreibt: «Nach längeren Verhandlungen, mehreren Lockversuchen und unter Einsatz von Tierhaltern, Taschenlampen und vermutlich überdurchschnittlich viel Geduld konnten die 120 Ausreisser schliesslich wieder eingefangen werden.»
Verletzt wurde bei dem nächtlichen Ausflug niemand. Auch die 120 Schafe kehrten wohlbehalten in ihre Unterkunft zurück. Die Polizei erinnert Verkehrsteilnehmende daran, bei Tieren auf der Fahrbahn das Tempo zu reduzieren, Abstand zu halten – und auf die Hupe zu verzichten. Schliesslich schreibt sie: «Gegen die Tiere wird derzeit keine Strafanzeige wegen nächtlichen Herumlungerns auf der Fahrbahn eingereicht.
Zoé Stoller (sto) arbeitet seit 2021 bei 20 Minuten und ist stellvertretende Leiterin des Ressorts Regionen.
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