Léon (16) sieht Spinne im Ikea – jetzt ist sie sein Haustier

- Der 16-jährige Léon aus St. Gallen hat eine Spinne aus der Ikea als Haustier mitgenommen.
- Seine Brüder entdeckten das Tier bei den Vorrats-Gefässen in der Ikea, seine Mutter brachte ihn auf die Idee, die Spinne nach Hause mitzunehmen.
- Naturinfo St. Gallen bestätigt: Es ist eine harmlose, ursprünglich afrikanische Gewächshausspringspinne.
«Meine Brüder haben die Spinne in der Ikea entdeckt», sagt Léon (16) zu 20 Minuten. Zwischen Möbeln und Dekoartikeln fiel seinen beiden Brüdern eine ungewöhnliche Spinne auf.
Der 16-Jährige ist ein Spinnenfan und hält selbst mehrere verschiedene Springspinnen als Haustiere. «Die weissen Flecken auf der Spinne habe ich als speziell wahrgenommen», sagt Léon. Seine Mutter habe ihn dann auf die Idee gebracht, die Spinne mitzunehmen.
Keine heimische Spinne
«Ich bin mir beim Anblick dieser Spinne sicher gewesen: Dabei handelt es sich nicht um eine einheimische Spinne», sagt Léon. Nach einer Recherche im Internet vermutete er, dass es sich um eine Gewächshausspringspinne handelt. Die Spinne aus der Ikea lebt nun in einem kleinen Terrarium bei Léon zu Hause. «Die Spinne werde ich nun separat halten», sagt der 16-Jährige.
«Eine Gewächshausspringspinne kommt ursprünglich aus Afrika», teilt Karin Urfer 20 Minuten auf Anfrage mit. Sie ist Fachperson für wirbellose Tiere bei der Naturinfo St. Gallen. Urfer bestätigt, dass es sich bei der Spinne in der Ikea um eine Gewächshausspringspinne handelt.
Kalte Aussentemperaturen übersteht sie nicht
Bereits im Jahr 1853 wurde die Spinne erstmals in Europa entdeckt. «Sie wurde weltweit verschleppt», sagt Urfer. In der Schweiz würde die Spinne die kalten Aussentemperaturen nicht überleben. «Bei uns kommt sie regelmässig in Gewächshäusern und botanischen Gärten vor.»
Magst du Spinnen?
Für Menschen und Haustiere stellt die Gewächshausspringspinne keine Gefahr dar. «Wenn man eine Gewächshausspringspinne sieht, sollte man sich in erster Linie daran erfreuen», sagt Urfer.
«Selten kommt es vor»
«In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Spinnen in unser Einrichtungshaus gelangen, beispielsweise mit Pflanzen oder beim Transport von Waren», teilt Ikea Schweiz auf Anfrage von 20 Minuten mit.
«Die Mitarbeitenden kümmern sich darum und setzen die Spinne ins Freie.»
Am Sonntag seien keine Meldungen über Spinnen im Einrichtungshaus in St. Gallen eingegangen. Damit sich die Kunden wohlfühlen, bittet Ikea darum, Spinnen in den Filialen den Mitarbeitenden zu melden. «Die Mitarbeitenden kümmern sich darum und setzen die Spinne ins Freie.»
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Vanessa Figi (vfi), Jahrgang 2004, arbeitet seit Juli 2026 als Praktikantin beim Ressort Ostschweiz.
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