US-Präsident Trump erwartet Abkommen mit Iran nach den Midterms
Rede bei UN-Versammlung Trump erwartet Iran-Abkommen nach den Zwischenwahlen
Stand: 22.09.2026 • 18:12 Uhr
In seiner Rede vor den Vereinten Nationen gibt sich US-Präsident Trump zuversichtlich, den Iran-Krieg mit einem Abkommen beenden zu können. Erneut verbindet er dies mit einer Drohung. Auch für den Ukraine-Krieg rechnet er bald mit einer Lösung.
US-Präsident Donald Trump hält nach eigenen Angaben eine Lösung des Konflikts mit Iran nach den Kongresswahlen am 3. November für möglich. "Ich glaube, wir werden direkt nach der Wahl eine Einigung erzielen", erklärte Trump vor der UN-Generalversammlung in New York. Eine andere Option sei es, die Islamische Republik "in die Hölle" zu schicken.
Ende Februar hatten die USA und Israel gemeinsam Iran angegriffen, Iran reagierte mit Gegenangriffen auch auf Nachbarländer in der Region. In der Folge des Kriegs ist auch der für den Welthandel wichtige Schiffsverkehr in der Straße von Hormus durch eine Blockade Irans fast zum Erliegen gekommen.
Iran "Tyrann des Nahen Ostens"
Die USA begründeten den Militäreinsatz unter anderem damit, iranische Nuklearwaffen verhindern zu wollen. In seiner Rede vor den UN verteidigte der US-Präsident das Vorgehen erneut. Iran sei "der Tyrann des Nahen Ostens" gewesen, sei das nun aber nicht mehr. "Ich werde niemals zulassen, dass Iran eine Atomwaffe besitzt", sagte er.
Trump äußerte sich in seinem Statement auch zuversichtlich, ein zeitnahes Abkommen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu erzielen. "Wir werden diese Angelegenheit regeln. Das wird passieren - ich glaube, schneller, als die Menschen denken", sagte er.
Die USA seien in Kontakt mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj, um den Konflikt mit täglich Tausenden von Toten zu lösen, sagte Trump.
Trump verärgert Kuba-Delegation
Trump hatte bereits vor seiner Amtseinführung im Januar 2025 versprochen, den Krieg in der Ukraine innerhalb kurzer Zeit zu beenden. Bisherige Vermittlungsbemühungen der USA zwischen Russland und der Ukraine hatten jedoch keinen Durchbruch gebracht.
In seiner Rede kam der US-Präsident auch auf Kuba zu sprechen. "Es ist ein völlig gescheiterter Staat", sagte Trump. Die US-Regierung hatte Kuba in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen belegt, wodurch sich die Wirtschafts- und Energiekrise sowie die humanitäre Notlage auf der Insel noch verschärften.
Der Kommunismus werde niemals nach Amerika kommen, sagte Trump. "Aber die Freiheit wird nach Kuba kommen." Die kubanischen Vertreter in der UN-Vollversammlung verließen während der Rede Trumps den Saal.
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