Etikette im Job: Small Talk am Arbeitsplatz? So entkommen Sie - freundlich

Etikette im JobSmall Talk am Arbeitsplatz? So entkommen Sie - freundlich
13.09.2026, 19:12 Uhr
00:00
03:06

Wer keine Lust auf Bürogeplauder hat, kann mit einem einfachen Trick Quasselstrippen abwimmeln. Wie Sie bei Gesprächsangeboten dennoch zugewandt bleiben.
Wer im Großraumbüro arbeitet, kennt es besonders gut: Man würde so gerne konzentriert arbeiten - aber es geht nicht, weil immer einer quatschen will. Wie reagiert man da richtig?
Imageberaterin Imme Vogelsang rät: "Wenn Sie Zeit haben und denjenigen mögen, der Sie anspricht, dann gehen Sie mit ihm in die Teeküche oder einen Kaffee trinken." Denn Austausch und Anteilnahme sind wichtig für das Gemeinschaftsgefühl. Entscheidend ist aber der Ortswechsel. Denn eine Unterhaltung im Großraumbüro ist rücksichtslos und stört andere.
Freundlich und zugewandt bleiben
Wer keine Kapazitäten für eine Unterhaltung hat, der darf das aber auch genau so kommunizieren. "Wichtig ist, dass Sie freundlich und zugewandt bleiben", so Vogelsang. Das könnte etwa so aussehen: "Ich habe jetzt leider keine Zeit, aber wollen wir nicht heute Nachmittag/morgen/bald Kaffee trinken oder Mittagessen gehen?"
Und dann gibt es noch die Königsdisziplin. Einem Gesprächspartner absagen, mit dem man sich auch in Zukunft nicht unterhalten möchte. "Hier ist die eleganteste Lösung auch, das Gespräch zu vertagen. Allerdings möglichst unkonkret", so die Imagetrainerin. Die Chancen stehen gut, dass es zu einem solchen Gespräch dann gar nicht kommt.
Dank Kopfhörern immer beschäftigt wirken
Und wie vermeidet man, überhaupt erst angesprochen zu werden? Hier können Kopfhörer helfen. "Sie sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass man beschäftigt ist", sagt Vogelsang. Sie strahlen "Bitte nicht stören" aus und können häufig auch Umgebungsgeräusche dämpfen. So bleiben Sie fokussiert und entkommen mit Glück allen Small-Talk-Angeboten.
Small Talk nicht vollkommen vermeiden
Ganz vermieden sollte Small Talk im Arbeitsalltag aber nicht werden. Denn "Small Talk trägt zu einer positiven Stimmung bei", sagt Hannes Zacher, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Leipzig.
Und das ist längst nicht alles. "Wir wissen, dass Menschen, die Small Talk nutzen, besser bei Gehaltsverhandlungen, in Einstellungsgesprächen oder auch generell mit ihrer Leistung am Arbeitsplatz abschneiden", so Zacher. Darüber hinaus stärken Gespräche über Privates soziale Beziehungen bei der Arbeit, erklärt der Psychologe. Diese wiederum seien wichtig dafür, sich unterstützt zu fühlen, wenn Probleme auftauchen. Insofern wirkt sich Small Talk also auch positiv auf die berufliche Gesundheit aus.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.