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Sunday, September 13, 2026

Messungen von Körper und Psyche: Was fünf Minuten Kaffeeduft bewirken können

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Messungen von Körper und PsycheWas fünf Minuten Kaffeeduft bewirken können

13.09.2026, 07:10 Uhr

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Kaffee duftet auf eine ganz bestimmte Art. (Foto: picture alliance / Artjazz/Shotshop)

Kaffeeliebhaber wissen, dass nicht nur der Geschmack des Getränks, sondern auch der Duft wichtig ist. Was dieser auf physischer und auf psychischer Ebene tatsächlich ausrichten kann, findet ein Forschungsteam nun heraus.

Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee kann eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Veränderungen hervorrufen. Das hat ein Forschungstrio der Showa Phamaceutical University in Tokio herausgefunden. Dazu gehören beispielsweise das Lösen von Anspannung und Angst und das Senken von Müdigkeit. Bisher wurden die verschiedenen Effekte wissenschaftlich nur einzeln betrachtet. Doch mit der aktuellen Studie gibt es nun auch den Ansatz zu einer Gesamtübersicht.

An der Untersuchung nahmen zwanzig gesunden Erwachsenen im Alter von 20 bis 29 Jahren teil. Die Stichprobe umfasste acht Männer und zwölf Frauen. Bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen wurden psychologische und physiologische Messungen vor und nach dem kurzzeitigen Ausgesetztsein des Kaffeeduftes durchgeführt. Diese bestand in einem frisch gebrühten Kaffee, der für fünf Minuten mit einem Abstand von fünfzig Zentimetern vor die Personen abgestellt worden war. Die Studienteilnehmenden atmeten dabei ganz normal weiter.

Verschiedene Messgeräte im Einsatz

Die Probandinnen und Probanden trugen bei dem Versuch eine Haube um den Kopf, um die Aktivität im Gehirn per EEG zu erfassen, einen Herzfrequenzmesser sowie ein Gerät, das die Herzfrequenzvariabilität maß. Vor und nach dem olfaktorischen Reiz sollten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen standardisierte Fragebögen zur Selbstbeurteilung ihrer aktuellen emotionalen Befindlichkeit und Stimmung ausfüllen.

Bei der Auswertung der Daten aus den Fragebögen zeigte sich: Gefühle wie Anspannung, Angst, Müdigkeit, Verwirrung und Depression oder Niedergeschlagenheit nahmen durch den Kaffeeduft ab. Bei der gefühlten Vitalität gab es hingegen keine statistisch signifikante Veränderung. Die Ergebnisse stimmen mit den Ergebnissen aus früheren Untersuchungen weitgehend überein und weisen daraufhin, wie Kaffeeduft subjektive Stimmungen beeinflussen kann.

Bringt vielleicht auch mehr Entspannung

Bei den Messungen zur Gehirnaktivität zeigten sich bei allen Teilnehmenden leichte Veränderungen in Bezug auf Entspannung. Sowohl bei der Herzfrequenz als auch bei der Herzfrequenzvariabilität gab es keine bedeutsamen Unterschiede.

Auch wenn die Untersuchung ohne Kontrollgruppe und mit einer geringen Anzahl von Teilnehmenden durchgeführt wurde, liefert sie Hinweise darauf, wie sich eine kurzzeitige Wahrnehmung von Kaffeeduft gleichzeitig auf verschiedene Bereiche im Körper und in der Psyche auswirken könnte. Dabei wurden weder der gewohnheitsmäßige Kaffeekonsum noch die Kaffeepräferenz, die Vertrautheit mit Aromen oder die Geruchsempfindlichkeit bei den Studienteilnehmenden systematisch erfasst. Auch die Aromakonzentrationen und der Luftstrom wurden nicht kontrolliert. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift "Nutrients" veröffentlicht.

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