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Monday, September 14, 2026

Niedrigste Quote seit 20 Jahren: Deutschland bei Wohneigentum in Europa auf letztem Platz

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Niedrigste Quote seit 20 JahrenDeutschland bei Wohneigentum in Europa auf letztem Platz

14.09.2026, 08:34 Uhr

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Wohneigentum in Deutschland wird überproportional teurer. (Foto: Julian Stratenschulte/​dpa)

Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland kann es sich nicht leisten, sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schneidet Deutschland damit besonders schlecht ab.

In Deutschland leben einer Studie zufolge immer weniger Menschen in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus. Die Eigentumsquote liegt hierzulande bei 43,5 Prozent und ist damit so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr, wie die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf eine Studie des Pestel-Instituts berichtete. Im europäischen Vergleich liege Deutschland auf dem letzten Platz, sagte Institutsleiter Matthias Günther der Zeitung. Als Hauptgründe nannte er hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und die Wohnungsbaupolitik der vergangenen Jahre.

"Selbst dort, wo die Kaufpreise für Immobilien stagnieren oder sinken, sind sogar Doppelverdiener mit Durchschnittseinkommen kaum in der Lage, sich eigene vier Wände zuzulegen", sagte Günther. Demnach stiegen die Herstellungskosten für Wohnungen seit dem Jahr 2000 um 160 Prozent, während die allgemeinen Verbraucherpreise nur um 64 Prozent zulegten.

Die Folgen spürten vor allem jüngere Menschen, sagte Günther. Sie könnten ihren Wunsch vom selbst genutzten Wohneigentum kaum noch umsetzen. Fast drei Viertel der 25- bis 45-Jährigen wohnen der Studie zufolge derzeit zur Miete.

Für den niedrigen Anteil in Deutschland machte Günther die Regierungspolitik verantwortlich. Zwar habe auch die Zuwanderung der jüngeren Vergangenheit die Probleme am Wohnungsmarkt verschärft. Noch schwerwiegender habe sich jedoch in den vergangenen Jahren die Abschaffung einer wirksamen bundesweiten Eigentumsförderung ausgewirkt. Als Beispiel nannte der Pestel-Leiter die Streichung des Baukindergelds 2021.

Er forderte zudem, die Bedeutung von Wohneigentum als Baustein der Altersvorsorge politisch zu fördern: Steigende Mieten drängten immer mehr ältere Menschen in die Altersarmut. "Altersarmut ist Mieterarmut", sagte Günther der Zeitung. Als Gegenmaßnahme forderte er einen "Wohneigentumsplan des Bundes". Ziel müsse es sein, pro Jahr mindestens 200.000 Haushalte in selbst genutztes Wohneigentum zu bringen.

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