Autofahrer tötet Velofahrer (16) – fordert Geld von den Eltern

Der tödliche Unfall liegt schon vier Jahre zurück: Im August 2022 wurde Lars Janssens von einem Auto erfasst. Er wurde von seinem Velo geschleudert und erlitt schwere Verletzungen Der damals 16-Jährige aus der Provinz Antwerpen (Belgien) starb wenige Tage später im Spital. Der Unfallverursacher Xavier G. stand zum Zeitpunkt der Kollision unter dem Einfluss von Cannabis. Er fuhr den Jugendlichen, der für ein Radsporttrainingslager in Malmedy war, mitten im Training an. Dieser hatte gerade abbiegen wollen, als G.s Auto ihn erfasste. Das Velo soll dabei in zwei Teile gebrochen sein.
Das Verfahren wurde eingestellt
Nach drei Jahren wurde das Verfahren eingestellt, wie belgische Medien berichten. Die Staatsanwaltschaft war zu dem Schluss gekommen, dass der Fahrer nicht für den Unfall verantwortlich sei. Auch wegen Fahrens unter Drogeneinfluss wurde er nicht belangt, da die Tat verjährt war. Ein harter Schlag für die Familie von Lars Janssens. Doch es sollte nicht der letzte sein. Denn abgeschlossen ist der Fall nicht.
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8000 Euro für die Reparatur seines Autos
Laut der flämischen Tageszeitung «Het Laatste Nieuws» (HLN) fordert der Fahrer nun Schadenersatz von den Eltern des Opfers. Sein Auto habe durch den Unfall einen Schaden von 8000 Euro (rund 7400 Franken) erlitten. Die Familie des verstorbenen Jugendlichen ist fassungslos: «Man muss schon wirklich dreist sein, um ein Kind zu überfahren und dann auch noch von den Eltern Schadensersatz zu fordern», kommentierten Debby und Guy Janssens die Neuigkeiten. «Unser Sohn kam bei einem Autounfall ums Leben. Der Fahrer hatte die vierfache Menge Cannabis im Blut, die erlaubt ist. Er wird nicht angeklagt, und wir werden demnächst vor Gericht erscheinen, um den Schaden an seinem Auto zu bezahlen.» Der Anwalt der Familie, Walter Damen, sagte zu der Forderung G.s: «In diesem Fall ist jegliches moralische Empfinden verloren gegangen.»
Wie HLN berichtet, haben die Anwälte der Familie von Lars Janssens ihrerseits Sachverständige eingeschaltet und den Fahrer erneut vor Gericht verklagt. Das Gericht wird erneut über die Frage der Verantwortung entscheiden müssen.
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