Star-DJ Steve Aoki eröffnet Sammelkarten-Shop in Zug

- Star-DJ Steve Aoki (48) kündigt auf Tiktok an, einen Sammelkarten-Shop in Zug zu eröffnen.
- Die Cardhouse Switzerland GmbH ist bereits in Steinhausen ZG im Handelsregister eingetragen.
- Aoki selbst ist nicht Gesellschafter, Standort und Eröffnungstermin des Shops sind noch unbekannt.
Steve Aoki (48) hat neben der Musik und dem Tortenschmeissen noch eine dritte Leidenschaft: Sammelkarten. Nun kündigt der US-amerikanische DJ und Musikproduzent an: «Ich eröffne einen Sammler-Shop in Zug, in der Schweiz!», sagt der Musiker in seinem Video.
Der Laden soll dabei mehr sein als ein gewöhnliches Geschäft. «Es wird etwas extrem Spezielles. Ein Ort, wo wir zusammen abhängen können», verspricht Aoki in einem Tiktok.
Firma ist im Kanton Zug bereits eingetragen
Ein Blick ins Handelsregister zeigt: Die Cardhouse Switzerland GmbH wurde bereits im Juni 2026 in Steinhausen ZG gegründet. Das Unternehmen verfügt über ein Stammkapital von 20'000 Franken und hat seinen Sitz an der Zugerstrasse 20.
Als Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter ist Sascha Dario Brubacher eingetragen. Zweck des Unternehmens ist der Handel mit Sammelkartenspielen sowie die Durchführung von Turnieren und Veranstaltungen. Brubacher ist ausserdem Geschäftsführer der All I Need Enterprise AG, die Veranstaltungen organisiert, insbesondere in den Bereichen Musik und Mode.
Aoki selbst wird im Handelsregister nicht als Gesellschafter von Cardhouse aufgeführt. Wann und wo genau das Geschäft seine Türen öffnet, ist bisher nicht bekannt. In den Kommentaren auf Tiktok sorgt die Standortwahl für Gesprächsstoff. Ein User scherzt: «Zug wegen der Steuern – hoffentlich sind die Preise nicht zu hoch.»
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Pokémon-Karten erzielen Millionenpreise
Mit seinem Geschäft setzt Aoki auf einen Markt, der seit Jahren einen Hype erlebt. Besonders Pokémon-Karten sind begehrt. Was früher auf dem Pausenplatz getauscht wurde, kann heute ein kleines Vermögen wert sein.
Wie gross das Interesse ist, zeigt eine Versteigerung vom Februar 2026: Eine seltene «Pikachu Illustrator»-Karte wechselte für mehr als zwölf Millionen Franken den Besitzer.
Auch in der Schweiz ist die Nachfrage gross. Der Spielwarenhändler Carletto aus Brunnen SZ vertreibt Pokémon-Karten in der ganzen Schweiz. Gegenüber SRF erklärte das Unternehmen, dass neue Karten bereits neun Monate im Voraus bestellt werden müssen. Dabei landen längst nicht alle Karten auf dem Spieltisch: Nur mit rund 15 bis 20 Prozent werde tatsächlich gespielt. Der Rest werde vor allem gesammelt.
Dass sich mit den Karten viel Geld verdienen lässt, zeigt auch ein Fall an der italienischen Grenze. Dort beschlagnahmten Zollbeamte kürzlich 5402 Pokémon- und One-Piece-Karten im geschätzten Wert von knapp 11'000 Euro (etwa 10'000 Franken), die ein Autofahrer aus der Schweiz nicht deklariert hatte.
Steve Aoki sammelt selbst seltene Karten
Unter seiner Marke «Aoki’s Cardhouse» beschäftigt sich der DJ seit Jahren mit seltenen Sammlerstücken. Er öffnet originalverpackte Karten-Sets vor laufender Kamera und versteigert begehrte Exemplare.
Zu seiner Sammlung gehören unter anderem seltene Pokémon-Karten, Sportkarten und limitierte Designerfiguren. Bereits 2021 bot er gemeinsam mit der Handelsplattform TCGplayer Sammlerstücke im Wert von rund drei Millionen US-Dollar an.
Mit dem angekündigten Shop in Zug soll seine Sammelleidenschaft nun auch für Schweizer Fans erlebbar werden. Ob Aoki zur Eröffnung persönlich vorbeischaut, ist noch offen.
Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».
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