Hassan ist Job als Ägypten-Trainer los

Weil Ehefrauen sich streiten
Hassan ist Job als Ägypten-Trainer los
Skandal um Ägyptens Ex-Coach Hassan: Nach einem öffentlichen Streit mit seinen zwei Ehefrauen entlässt der Verband den Trainer per sofort. Sein Nachfolger ist bereits gefunden.
Publiziert: vor 25 Minuten
Hossam Hassan, der die ägyptische Nationalmannschaft im Sommer 2026 bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ins Achtelfinale geführt hatte, ist nicht länger Nationaltrainer.
Der ägyptische Fussballverband hat bereits einen Nachfolger gefunden: Ali Maher (52) übernimmt per sofort. Maher, zuvor Coach des ägyptischen Klubs Ceramica Cleopatra FC, übernimmt ein Team, das zuletzt durch Schlagzeilen abseits des Platzes erschüttert wurde.
Der bisherige Trainer Hassan geriet in den vergangenen Monaten ins Zentrum eines öffentlichen Dramas. Im August sorgte ein eskalierter Streit zwischen seinen zwei Ehefrauen für grosses Aufsehen in Ägypten. Laut der «Times of India» ereignete sich der Vorfall während eines Urlaubs an der ägyptischen Nordküste. In einem Café gerieten Howaida Al-Gharbawy, Hassans erste Ehefrau, und Dina Mostafa, seine zweite Ehefrau, heftig aneinander.
In Ägypten ist es Männern erlaubt, mehrere Ehefrauen zu haben. Hassan versuchte, die Situation zu beruhigen, doch das Resultat war chaotisch. Medien berichteten sogar, dass der Coach während des Streits ohnmächtig wurde. Der ägyptische Sender Al Arabiya meldete am nächsten Tag, Hassan habe sich von Al-Gharbawy scheiden lassen.
Verband besorgt über Imageschaden
Später stellte sein Anwalt gegenüber Sky News Arabia klar, dass Hassan keine gesundheitlichen Probleme gehabt habe, die Scheidung jedoch bestätigt sei. Doch nur zehn Tage später kam es zur Versöhnung, und Al-Gharbawy kehrte in ihre Rolle als erste Ehefrau zurück. Die Geschichte sorgte für ein monatelanges Medienspektakel. «Arab News» analysierte die Situation und schrieb: «Die jüngsten Umstände und Ereignisse‘ scheinen sich auf eine Reihe von Handlungssträngen zu beziehen, die sich seit dem Ende der Weltmeisterschaft um Hassan abgespielt haben. Es begann Ende August, als ein Video eines Familienstreits zwischen Hassan und seinen Ehefrauen in den sozialen Medien kursierte, was zu einem monatelangen Konflikt führte.»
Der ägyptische Fussballverband zeigte sich besorgt über den Imageschaden, der durch diese private Angelegenheit entstanden sei, und entschied sich schliesslich für einen Neuanfang mit Ali Maher. Der Verband sieht die Stabilität der Nationalmannschaft als oberste Priorität. Ob Maher an den sportlichen Erfolg seines Vorgängers anknüpfen kann, bleibt abzuwarten, denn unter Hassan hatte Ägypten bei der WM eine starke Leistung gezeigt und sich bis ins Achtelfinale gekämpft, bevor das Team dem späteren Finalisten Argentinien unterlag.
Dieser Artikel ist zuerst auf «sportnieuws.nl» erschienen. Die holländische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.
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