Verkauf der Gartenmöbelsparte – Französisches Gericht verurteilt Calida zu Schadenersatz

- Die Firma Calida ist von einem französischen Handelsgericht verurteilt worden.
- Calida muss dem französischen Unternehmen Peugeot Frères 6.4 Millionen Euro Schadenersatz bezahlen.
- Das hat das zuständige Handelsgericht in Paris entschieden.
Die Calida Group ist im Streit um den Verkauf ihrer Gartenmöbelsparte Lafuma Mobilier zu Schadenersatz von rund 6.4 Millionen Euro verurteilt worden. Das zuständige Handelsgericht in Paris gab einer Klage der Käuferin Peugeot Frères Industrie in erster Instanz teilweise statt, wie Calida mitteilte.
Peugeot Frères hatte ursprünglich 39 Millionen Euro gefordert. Die Ansprüche stehen im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag vom 30. Juli 2024, mit dem Lafuma Mobilier an die französische Peugeot-Holding verkauft wurde. Zu den konkreten Gründen für die Forderung wurden bislang keine Angaben gemacht.
Grund für Schadenersatzklage unklar
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann angefochten werden. Calida will den Entscheid nun prüfen und anschliessend über mögliche Rechtsmittel entscheiden.
Sollte das Urteil Bestand haben, würde die Schadenersatzzahlung das Ergebnis von Calida in entsprechender Höhe belasten. An der Prognose für das laufende Jahr hält der Wäschehersteller dennoch fest. Für 2026 erwartet die Gruppe weiterhin eine um die Schadenersatzzahlung bereinigte operative EBIT-Marge von mehr als 6 Prozent des Umsatzes.
Calida hatte die Forderungen von Peugeot Frères nach Bekanntwerden der Klage im März 2025 vollständig zurückgewiesen und sie als «schwer nachvollziehbar» bezeichnet. Lafuma Mobilier gehörte seit 2013 zur Calida Group. Mit dem Verkauf trennte sich das Unternehmen von der Gartenmöbelmarke und konzentrierte sich stärker auf sein Kerngeschäft mit Unterwäsche und Lingerie.
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