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Tuesday, September 22, 2026

Kiefer von Gegner gebrochen: Prügel-Judoka erhält Hammer-Strafe

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  • Judoka Akaki Japaridze ist nach seiner Prügelattacke auf Timo Cavelius lebenslang von der deutschen Judo-Bundesliga gesperrt worden.
  • Cavelius erlitt einen Kieferbruch und wird die WM in Baku verpassen. Gegen Japaridze laufen zudem weitere Verfahren beim Weltverband IJF sowie ein Strafverfahren in Deutschland.
  • Der Deutsche Judo-Bund (DJB) kritisiert Japaridzes Instagram-Statement scharf, in dem dieser sein Verhalten mit «ehrverletzendem Verhalten» des Gegners rechtfertigte.

Erste Entscheidung nach dem Prügel-Eklat: Akaki Japaridze ist nach seiner Prügelattacke auf Lebenszeit von der Exekutive der Judo Bundesliga gesperrt worden. Der 24-jährige Georgier darf daher nie mehr für einen Verein in der Topklasse des Deutschen Judo-Bundes (DJB) gemeldet werden oder dort kämpfen.

Sie sei mit dem Ergebnis des Verfahrens zufrieden, sagte Ligareferentin Pamela Bickendorf in einer Mitteilung. Gegen Japaridze laufen zudem noch Verfahren vor dem georgischen Judoverband, dem Judoweltverband IJF sowie ein strafrechtliches Verfahren in Deutschland.

Japaridze brach Gegner nach dem Kampf den Kiefer

Japaridze hatte als Gastkämpfer vom JC Leipzig seinen Kontrahenten Timo Cavelius (29) vom TSV Abensberg krankenhausreif geprügelt. Bei der wilden Attacke hatte Japaridze seinem Gegner sogar den Kiefer gebrochen, der deutsche Olympia-Starter Cavelius wird durch seine Verletzung die WM in Baku verpassen.

Danach hatte sich der Georgier via Instagram gemeldet und mitgeteilt, dass er sich nicht der Verantwortung für das Geschehene entziehe. Er schrieb aber auch, klarstellen zu wollen, dass dieser Vorfall «nicht das Ergebnis von Emotionen» gewesen sei, die durch die sportliche Niederlage ausgelöst wurden. Japaridze schrieb dann von ehrverletzendem Verhalten des Gegners.

«Eine Relativierung oder gar Verteidigung dieser schwerwiegenden Körperverletzung ist für uns nicht tolerierbar und mit den Grundprinzipien unseres Sports unvereinbar», hatte der DJB die Schilderung Japaridzes kommentiert.

Ligareferentin: Eines ist beruhigend

«Im Verfahren wurde von allen Seiten immer wieder betont, dass es so etwas ‹bei uns› noch nie gegeben habe. Das finde ich beruhigend und macht mich stolz, weil es für unseren Sport und unsere Werte steht», erklärte nun die Ligareferentin nach der Entscheidung, die auch noch weitere Massnahmen beinhaltete.

So wird auch der von Japaridze gewonnene Hinkampf gegen Cavelius als verloren für Japaridze gewertet. Der Mannschaftskampf zwischen Leipzig und Abensberg wird abschliessend mit 7:7 bei einer Unterbewertung von 62:57 gewertet.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Nils Hänggi

Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.

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