Zinsen für zehnjährige Festhypothek steigen auf über 2 Prozent

- Für eine zehnjährige Festhypothek zahlen Hausbesitzer in der Schweiz aktuell rund 2,06 Prozent Zins.
- Seit der Zinswende 2022 stiegen die Hypothekarzinsen in Deutschland und Grossbritannien viermal stärker als in der Schweiz – in den USA sogar fünfmal so stark.
- Ein Vergleich lohnt sich: Bei einer Hypothek von 750'000 Franken kann die Differenz bis zu 34'500 Franken über zehn Jahre betragen.
Wer ein Haus oder eine Wohnung finanziert, zahlt für eine zehnjährige Festhypothek aktuell rund 2,06 Prozent Zins. Bei einer fünfjährigen sind es 1,83 Prozent und bei zwei Jahren 1,59 Prozent. Das zeigt die aktuelle Zinsprognose von MoneyPark.
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Seit Juni sind die Zinsen für Festhypotheken zwar leicht gestiegen. Die Veränderungen halten sich aber in Grenzen. Bei einer zehnjährigen Festhypothek beträgt der Anstieg 0,08 Prozentpunkte.
Schweiz profitiert vom starken Franken
Im Ausland sind die Zinsen deutlich stärker gestiegen. Seit der Zinswende 2022 sind die untersuchten Hypothekarzinsen in Deutschland und Grossbritannien laut MoneyPark rund viermal stärker gestiegen als in der Schweiz. In den USA war der Anstieg sogar mehr als fünfmal so stark.
Die Schweiz profitiert unter anderem vom starken Franken und davon, dass die Preise weniger stark steigen als in vielen anderen Ländern. Das bremst auch den Anstieg der Zinsen. Der starke Franken und die moderate Teuerung wirkten weiterhin «als Puffer gegen internationale Entwicklungen», schreibt MoneyPark.
«Spricht wenig für nachhaltige Richtungsänderung»
Ganz entziehen kann sich die Schweiz der Entwicklung im Ausland allerdings nicht. Trotz des starken Frankens und der vergleichsweise niedrigen Inflation kann sie sich nur teilweise davon abschirmen. Laut MoneyPark sind deshalb kurzfristige Ausschläge nach oben oder unten jederzeit möglich. «Insgesamt spricht derzeit aber wenig für eine nachhaltige Richtungsänderung», schreibt das Unternehmen.
Wie beurteilst du die aktuellen Hypothekarzinsen in der Schweiz?
Eine Rückkehr zu den extrem tiefen Zinsen aus der Zeit vor 2022 hält das Unternehmen derzeit für wenig wahrscheinlich. Es spricht von einer «neuen Zinsnormalität». Schweizer Hypotheken bleiben demnach im internationalen Vergleich günstig, dürften aber länger teurer bleiben als früher.
Für die kommenden Monate erwartet MoneyPark bei Hypotheken mit kürzeren Laufzeiten kaum Veränderungen. Bei längeren Laufzeiten könnte es dagegen nochmals leicht nach oben gehen. Der Richtsatz für eine dreimonatige Saron-Hypothek liegt derzeit bei 1,04 Prozent und hat sich seit Juni nicht verändert.
Zins-Vergleiche lohnen sich
Trotz der stabilen Zinsen lohnt sich ein Vergleich. Denn Banken, Versicherungen und Pensionskassen haben unterschiedliche Angebote. MoneyPark nennt für eine zehnjährige Festhypothek einen durchschnittlichen Zinssatz von 2,06 Prozent. Besonders günstige Angebote seien nach Verhandlungen ab 1,60 Prozent möglich.
Bei einer Hypothek von 750'000 Franken entspricht dieser Unterschied bis zu 3450 Franken pro Jahr. Über zehn Jahre wären das bis zu 34'500 Franken.
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