23’000 Franken Schaden: Diebe klauen fünfköpfiger Familie E-Bikes

Darum gehts
- Trotz Velounterstand, Tor, Lichtsensoren und neun Kameras sind einer Familie in Lyss vier Velos gestohlen worden.
- Drei Männer knackten in der Nacht auf Samstag, den 24. Oktober, Kette und Schlösser, der Schaden beträgt rund 23’000 Franken.
- Laut Kantonspolizei Bern wurde ein Strafantrag gestellt, das Deliktsgut ist noch nicht gefunden.
«Es fühlt sich einfach schlecht an», sagt eine Anwohnerin aus Lyss zu 20 Minuten. Am 24. Oktober wurden ihrer Familie drei E-Bikes und ein Velo gestohlen. Der Gesamtwert beträgt rund 23’000 Franken.
Die Familie hatte die Sicherheitsmassnahmen in den vergangenen Jahren stets aufgestockt. Sie liess einen Velounterstand bauen, installierte ein Tor, Lichtsensoren und insgesamt neun Kameras ums Haus: «Das hat alles nichts gebracht, jetzt sind die E-Bikes und das Velo weg.»
Eisenkette mit Zange durchtrennt
Die Überwachungskamera hat am vergangenen Samstag alles aufgezeichnet. Zu sehen ist, wie die drei Männer die Eisenkette mit einer Zange durchtrennen und die Schlösser aufbrechen. Obwohl sie die Kamera bemerken, lassen sie sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen.
Die Familie hat eine Vermutung, wer die Täter sind: «Auf dem Video sieht man das Gesicht der Täter. Einen von ihnen haben wir schon einmal im Asylzentrum in der Nähe gesehen.»
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«Die Stimmung im Quartier ist angespannt»
Es handle sich nicht um einen Einzelfall, sagt die Mutter. Diebstähle und Diebstahlversuche habe es in letzter Zeit immer wieder gegeben: «Die Stimmung im Quartier ist angespannt.» Es sei schon versucht worden, in ihr Auto einzudringen, auch die Haustüre haben Unbekannte schon «ausgekundschaftet», wie Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen.
Die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen seien teuer. Der Vermieter habe den Velounterstand mit Tor zwar finanziert, dadurch sei die Miete aber um 200 Franken pro Monat gestiegen. Die Lichtsensoren für 2000 Franken habe die Familie selbst bezahlt: «Wir versorgen eine fünfköpfige Familie, diese Zusatzausgaben belasten uns», sagt die Frau.
Polizei: «Ein Strafantrag wurde gestellt»
Die Kantonspolizei Bern hat Kenntnis vom Diebstahl, bestätigt Mediensprecherin Rahel Stähli. «Ein Strafantrag wurde gestellt.» Das Deliktsgut habe noch nicht aufgefunden werden können.
So schützt du dich vor Einbrüchen
Die Kantonspolizei Bern empfiehlt besonders in den Wintermonaten, mit Licht und Zeitschaltuhren den Eindruck zu vermitteln, dass jemand zu Hause ist.
Auch eine aufmerksame Nachbarschaft kann Einbrüche verhindern: Informiere Nachbarinnen und Nachbarn über deine Abwesenheit und bitte sie, den Briefkasten zu leeren. Verdächtige Personen im Haus, Treppenhaus oder Quartier sollten umgehend der Polizei gemeldet werden.
Am wichtigsten ist jedoch: Fenster und Türen immer abschliessen – auch bei kurzer Abwesenheit und selbst dann, wenn du zu Hause bist. So lassen sich auch Einschleichdiebstähle verhindern.
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Flurin Pestalozzi (flu) arbeitet seit 2025 bei 20 Minuten und ist Korrespondent in Bern.
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