– Nach Vollstreckungsstopp: Tennessee darf Mörderin hinrichten

- Kurz vor der historischen Hinrichtung einer Mörderin im US-Bundesstaat Tennessee hatte ein Berufungsgericht das Vorhaben gestoppt.
- Jetzt gibt das Oberste US-Gericht jedoch grünes Licht: Tennessee darf die Hinrichtung vollstrecken.
- Es ist die erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit über 200 Jahren.
Die zum Tode verurteilte Christa Pike hatte Zweifel an der Rechtmässigkeit des vorigen Verfahrens dargelegt, die inhaltlich geprüft werden mussten. Zentraler Punkt dabei war die gerichtliche Würdigung der Traumata, die Pike eigenen Angaben zufolge als Kind erlitt.
Das Oberste US-Gericht gab nun einem Eilantrag der für die Gefängnisse zuständigen Behörde des Bundesstaates statt und setzte damit den Vollstreckungsstopp einer unteren Instanz ausser Kraft. Der Staat Tennessee warf in dem Eilantrag der Verteidigung Pikes eine bewusste Verzögerungstaktik in letzter Minute vor, um die Vollstreckung zu verhindern.
Pike hätte bereits am Mittwochnachmittag Schweizer Zeit hingerichtet werden sollen – wann das Urteil jetzt vollstreckt wird, blieb zunächst unklar. Es wäre die erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit über 200 Jahren.
Die 50-jährige Pike wurde 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt. Die Täterin war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.