«Viele Gäste schrien auf das Personal ein. Verständlich!»

Thai Airways lässt Passagiere während Unwetter-Chaos im Stich
«Viele Gäste schrien auf das Personal ein. Verständlich!»
Heftige Regenfälle haben Bangkoks Flughafen in den vergangenen Tagen ins Chaos gestürzt. Tausende Gepäckstücke stapelten sich in den Terminals, Flüge wurden gestrichen. Mittendrin: der Schweizer Marcel R.
Publiziert: 30.09.2026 um 16:15 Uhr
Aktualisiert: 30.09.2026 um 17:45 Uhr
- Heftige Regenfälle lähmen Bangkok und stören massiv den Flugbetrieb
- Thai Airways strich rund 30 Prozent der täglichen Abflüge
- Schweizer zahlte 1000 Fr. für Hotel und buchte Rückflug über andere Airline
Marian NadlerRedaktor News
Heftige Regenfälle legten in den vergangenen Tagen die thailändische Hauptstadt Bangkok lahm. Der Dauerregen beeinträchtigte dabei auch den Flugbetrieb in der Millionenmetropole massiv. Der grösste Flughafen Thailands versank im Chaos. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, strich die Fluggesellschaft Thai Airways rund 30 Prozent der täglich geplanten Abflüge.
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Chaos am Flughafen Bangkok:Hässige Passagiere bringen Mitarbeiterin zum Weinen
Von dem Mega-Chaos am Flughafen Bangkok war auch Marcel R.* betroffen, wie er Blick am Dienstag meldete. Der Schweizer berichtete von «hektischen Szenen mit grossen Auseinandersetzungen». Er ergänzte: «Die Stimmung war sehr angespannt, viele Fluggäste schrien auf das Personal ein.» Weiter erhebt er Vorwürfe gegen die thailändische Airline. «Verständlich, es gab keinerlei Infos von Thai Airways.»
Vorwürfe gegen Thai Airways
Sein Flug sollte am Montag um 17.50 Uhr Ortszeit starten. Daraus wurde nichts. Die Kommunikation verlief aus Sicht von Marcel R. mehr als enttäuschend. «Sie haben uns erst nach sieben Stunden mitgeteilt, dass der Flug gecancelt ist.»
Umgebucht wurde R. auf einen Flug am Dienstag um 16.25 Uhr. Wieder ging es nicht ins Flugzeug. «Nach meinem Wissen wurde dieser Flug auch gecancelt.»
Rückflug mit Vietjet
Weil der zweite Flug erst am nächsten Tag gehen sollte und er von Thai Airways nichts weiter hörte, organisierte er für sich und seine drei Begleiterinnen und Begleiter eine Übernachtung im Hotel. Kostenpunkt: 1000 Franken für die vier Personen. Weiter auf Thai Airways warten wollten sie nicht. «Wir haben aus eigener Tasche den Flug gekauft, dieser ging mit Vietjet», erklärt er. Mittlerweile ist er wieder in der Schweiz.
Auf Videos, die R. Blick gesendet hat, sind die wütenden Schreie der verärgerten Passagiere zu hören. Dutzende ratlose Passagiere liegen oder sitzen am Boden. Manche haben scheinbar am Flughafen geschlafen. Tausende Gepäckstücke stapelten sich in den Terminals, weil die Bodenabfertigung überlastet war.
Thai Airways liess einen Fragenkatalog von Blick zunächst unbeantwortet. Der Mediensprecher befinde sich bis Anfang Oktober in den Ferien, hiess es dazu vom Sales-Team.
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