14 Stellen betroffen: Umstrukturierung bei Ringier Medien Schweiz
14 Stellen betroffen
Umstrukturierung bei Ringier Medien Schweiz
Ringier Medien Schweiz passt die Organisation am Standort Lausanne an. Künftig arbeiten die Redaktionen aus der West- und Deutschschweiz noch enger zusammen. Im Zuge der Neuausrichtung kommt es bei RMS Romandie zu einem Abbau von 14 Stellen.
Publiziert: vor 20 Minuten
Der Medienmarkt verändert sich: Während das digitale Nutzungsverhalten wächst, stehen die Erträge aus dem traditionellen Print- und Werbegeschäft unter starkem Druck. Für Ringier Medien Schweiz (RMS) führt dies in der Westschweiz aktuell zu einem Ungleichgewicht zwischen Betriebskosten und Erträgen, die ins Verhältnis gebracht werden müssen. Gleichzeitig entwickeln sich die digitalen Angebote sehr erfreulich: RMS hält entsprechend unverändert stark an ihren Westschweizer Marken fest.
Um die RMS-Medienmarken in der Romandie nachhaltig aufzustellen, intensiviert RMS die Zusammenarbeit zwischen den beiden Sprachregionen und nutzt gemeinsame Technologien sowie Infrastrukturen effizienter. Das Ziel ist ein noch schnellerer und direkterer Austausch von Inhalten und Recherchen in beide Richtungen. Diese geplanten Anpassungen führen auch zu personellen Massnahmen und bedingen den Abbau von 14 Stellen in der Romandie, darunter sechs Journalistinnen und Journalisten. Für die betroffenen Mitarbeitenden kommen der Ringier-Sozialplan sowie individuell abgestimmte Massnahmen zur Anwendung.
Ladina Heimgartner, CEO Ringier Medien Schweiz: «Sich von engagierten Kolleginnen und Kollegen trennen zu müssen, ist schmerzhaft. Als Medienhaus müssen wir jedoch vorausschauend handeln, um zukunftsfähig zu bleiben. Indem wir über die Sprachgrenzen hinweg noch besser zusammenarbeiten, nutzen wir unsere redaktionellen Stärken noch gezielter. So erreichen wir die notwendigen Einsparungen und sichern zugleich eine starke, eigenständige Stimme unserer Medien in der Romandie.»
PME richtet sich neu aus
Beim Wirtschaftsmagazin PME kommt es zu einem Wechsel an der Spitze. Thierry Vial, langjähriger Chefredaktor von PME, hat sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Vial leitete seit 2015 den Wirtschaftstitel und etablierte ihn als führende Stimme für kleine und mittlere Unternehmen sowie für wirtschaftliche Innovationen und Trends in der Westschweiz. Über seine Nachfolge wird in den kommenden Wochen entschieden. «Nach zwölf spannenden Jahren an der Spitze von PME verspüre ich das Bedürfnis, mich neuen beruflichen Abenteuern zuzuwenden. Ich werde diesem Titel und den Teams, die ihn zum Leben erwecken, jedoch weiterhin tief verbunden bleiben und zudem in den kommenden Monaten eine reibungslose Übergabe sicherstellen», so Thierry Vial.
Ladina Heimgartner, CEO Ringier Medien Schweiz: «Ich danke Thierry für seinen jahrelangen Einsatz und seinen prägenden Beitrag zur Entwicklung von PME. Durch seine Expertise und Schaffenskraft ist der Titel heute ein fester Orientierungspunkt und unverzichtbare Pflichtlektüre in der Westschweizer Wirtschaftslandschaft. Für seinen weiteren Weg wünsche ich ihm von Herzen alles Gute und weiterhin viel Erfolg.»
Mit dem Führungswechsel leitet PME eine neue Phase ein und richtet sein inhaltliches Angebot neu aus: Die Marke verkörpert weiterhin die DNA der Westschweiz und rückt lokale Wirtschaftstreibende in den Mittelpunkt. Gleichzeitig werden globale Trends – wie Konsumentenverhalten, Gesundheit oder Künstliche Intelligenz – noch klarer integriert. Um diese Ausrichtung zu stärken, intensiviert PME auch den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Titeln von Ringier Medien Schweiz, insbesondere den Wirtschaftsmedien. Das Magazin erscheint weiterhin im gewohnten monatlichen Rhythmus.
Claude Ansermoz, Co-Direktor RMS Romandie: «Unsere oberste Priorität ist es, der Westschweiz einen starken, authentischen und publikumsnahen Journalismus zu garantieren. Indem wir die wechselseitige Zusammenarbeit mit unseren Deutschschweizer Kolleginnen und Kollegen intensivieren, verwischen wir nicht unsere Identität, sondern bereichern im Gegenteil unsere Inhalte durch eine beispiellose nationale Schlagkraft und gemeinsame Recherchen. Das Wachstum von Blick Romandie zeigt, dass dieses Modell funktioniert. Heute weiten wir diese Ambition aus – insbesondere mit dem neuen Kapitel für PME –, um unserer Leserschaft eine noch reichhaltigere Berichterstattung zu bieten und gleichzeitig die lokale Verankerung unserer Marken zu bewahren.»
Manon Bornand, Co-Direktorin RMS Romandie: «Diese Neuausrichtung bringt schwierige Abgänge mit sich, dessen sind wir uns vollkommen bewusst. Sie markiert aber auch den Beginn einer neuen Etappe: Wir schrauben unsere Ziele für die Romandie nicht zurück, sondern richten sie neu aus. Dank moderner Technologie können wir heute wie nie zuvor mit unseren Deutschschweizer Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten und produzieren. Gleichzeitig geben wir unseren Teams die Mittel an die Hand, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: eine qualitativ hochwertige, nahbare Information, getragen von zukunftsorientierten Westschweizer Marken.»
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