Zürcher Polizei wird bei illegalen Partys immer wieder zur Zielscheibe

Flaschen, Steine, Pyros – frühere Partys, die eskaliert sind
Zürcher Polizei wird bei illegalen Partys immer wieder zur Zielscheibe
Die Eskalation an einer illegalen Party beim Zürcher Hardplatz ist keine Ausnahme: Immer wieder werden Einsatzkräfte in Zürich bei unbewilligten Feiern angegriffen und Fahrzeuge beschädigt. Blick liefert einen Überblick über die aufsehenerregendsten Fälle der letzten fünf Jahre.
Publiziert: 12.10.2026 um 18:39 Uhr
- Bei illegaler Party am Hardplatz flogen Steine, Flaschen, Pyro
- Ein Polizeiauto brannte, ein Polizist wurde verletzt
- Auch 2021, 2022 und 2026 gab es Angriffe und Schäden
Sebastian BabicReporter Blick
Brennende Fahrzeuge, fliegende Flaschen und Angriffe auf Polizisten: In der Nacht auf Sonntag eskaliert eine illegale Party beim Hardplatz in Zürich. Vermummte greifen die Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik an. Ein Polizeiauto geht in Flammen auf, ein Polizist wird verletzt.
Es ist nicht das erste Mal, dass eine unbewilligte Party in der Stadt Zürich aus dem Ruder läuft. Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich, sagt auf Blick-Anfrage: «Illegale Partys haben nach der Corona-Pandemie grundsätzlich zugenommen. 2022 sind uns rund 30 Partys bekannt. 2023 und 2024 sank die Zahl, 2025 waren es erneut rund 30. Dieses Jahr liegt die Zahl bis jetzt im ähnlichen Rahmen wie im vergangenen Jahr.»
Immer wieder muss die Polizei illegale Partys auflösen – und wird dabei selbst zur Zielscheibe. Ein Blick zurück auf vier Vorfälle, bei denen unerlaubte Feiern für Aufsehen und heftige Ausschreitungen sorgen.
1.
Kasernenareal, Mai 2026: Illegale Party endet mit verletztem Polizisten
Am frühen Morgen des 24. Mai 2026 rückt die Stadtpolizei Zürich wegen einer illegalen Party beim Kasernenareal im Kreis 4 aus. Als die Beamten die Feiernden ansprechen und die unbewilligte Veranstaltung beenden wollen, werden sie von mehreren Personen bedrängt und mit Flaschen und Steinen beworfen. Die Situation eskaliert zunehmend. Die Auseinandersetzungen verlagern sich Richtung Militärstrasse und Langstrasse, wo die Einsatzkräfte weiterhin angegriffen werden. Um die Menschenmenge zurückzudrängen, setzt die Polizei Wasserwerfer, Diensthunde, Gummischrot und Reizstoff ein. Ein Polizist wird durch einen Wurfgegenstand leicht verletzt, zudem wird ein Patrouillenfahrzeug beschädigt.
2.
Wipkingen, April 2026: Hunderte feiern illegal – dann fliegen Flaschen und Steine
In der Nacht auf den 18. April 2026 feiern mehrere Hundert Personen in einer Unterführung an der Nordstrasse in Zürich-Wipkingen eine illegale Party. Die Stadtpolizei rückt aus, um die unbewilligte Veranstaltung aufzulösen und die Musikanlage sicherzustellen. Doch statt die Party friedlich zu beenden, greifen mehrere Personen die Einsatzkräfte mit Flaschen und Steinen an. Die Feiernden ziehen anschliessend Richtung Röschibachplatz weiter, wo es zu erneuten Scharmützeln mit der Polizei kommt. Die Beamten setzen Gummischrot und Reizstoff ein. Bei den Ausschreitungen werden zwei Polizeifahrzeuge und mindestens zwei Privatautos beschädigt. Ein mutmasslicher Flaschenwerfer wird festgenommen.
3.
Oberer Letten, August 2022: Partygänger werfen Velos auf Polizisten
Am Nationalfeiertag 2022 eskaliert eine illegale Party beim Skaterpark am Oberen Letten in Zürich. Die Stadtpolizei rückt aus, um die unbewilligte Veranstaltung zu beenden. Doch statt friedlich auseinanderzugehen, greifen mehrere Personen die Einsatzkräfte mit Getränkedosen, Flaschen, Steinen und Feuerwerk an. Besonders gefährlich wird die Situation auf der Kornhausbrücke: Von dort werfen Unbekannte sogar Velos in Richtung der Polizisten und ihrer Fahrzeuge. Bei den Angriffen wird ein Polizist leicht verletzt, zudem wird ein Patrouillenfahrzeug beschädigt.
4.
Albisrieden, Mai 2021: Über hundert Feiernde greifen Polizei an
Am 29. Mai 2021 feiern am Hasenrain in Zürich-Albisrieden über 100 Personen eine illegale Party. Als die Stadtpolizei wegen Lärmbeschwerden einschreitet, wird sie von mehreren Personen mit Flaschen beworfen. Auch die herbeigerufene Verstärkung gerät durch Steine und Feuerwerk unter Beschuss. Die Ausschreitungen verlagern sich anschliessend ins Albisriederdörfli, wo die Angriffe auf die Einsatzkräfte weitergehen. Bei den Auseinandersetzungen wird ein Polizist am Bein verletzt, zudem wird ein Polizeifahrzeug beschädigt. Mindestens eine Person wird festgenommen.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.