SPD-Meinungswechsel zu Rente mit 63: "Nicht unser Problem"
"Wir haben so viele Entscheidungen vor der Brust, unter anderem bei der Rente", sagt Pascal Reddig (CDU), stellvertretender Bundesvorsitzender der JU.
16.10.2026 | 8:10 minVor dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) pocht deren stellvertretender Vorsitzender auf die Koalitionsvereinbarung zur Abschaffung der sogenannten Rente mit 63. "Dass die SPD auf dem Weg ihre Position geändert hat, ist ja nicht unser Problem. Das muss die SPD intern besprechen", sagte Pascal Reddig im ZDF-Morgenmagazin.
Reddig: Union muss geschlossen für Rentenreform kämpfen
Personaldebatten brächten nichts, sagte Reddig, der auch Vorsitzender der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion ist. Der Grund für den Vertrauensverlust der CDU bei vielen Menschen sei, dass die Partei ihre Versprechen noch nicht ausreichend umgesetzt habe. Die Union müsse geschlossen für eine Rentenreform kämpfen und Entscheidungen liefern.
Ziel müsse nun sein, eine Rentenreform für mehr Generationengerechtigkeit auf den Weg zu bringen. Gerade bei der Rente mit 63 handele es sich um eine Vereinbarung, die gemeinsam in der Koalition getroffen wurde. Daran müssten sich nun alle halten - auch der Koalitionspartner SPD.
Die Rente mit 63 ist ziemlich teuer und kommt dafür nur einer sehr, sehr kleinen und begrenzten Gruppe zugute.
Pascal Reddig, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union
Viele Deutsche finden, dass Lasten ungerecht verteilt sind. Woran machen wir "Gerechtigkeit" bei Rente, Pflege oder den Krankenkassen eigentlich fest - und was könnte sich ändern?
15.10.2026 | 9:22 minDer Bund gebe bereits mehr als 130 Milliarden Euro für die Rente aus. Wenn die Politik so weitermache, könne sich das Land diese Summe in den 2030er Jahren nicht mehr leisten, zugleich blieben kaum Spielräume für Zukunftsinvestitionen.
Damit das Rentenniveau wieder steige, sei jetzt ein Umsteuern nötig. Die Junge Union kämpfe daher für die Umsetzung des Vorschlags aus der Rentenkommission, der Reddig angehört.
Reddig bei Sarah Tacke: Der CDU-Politiker verteidigt die geplante Rentenreform gegen Kritik aus den eigenen Reihen.
20.08.2026 | 61:08 minWiderstand der SPD gegen abschlagsfreie Frührente
Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hatte im Juni 33 Vorschläge für eine umfassende Rentenreform vorgelegt, darunter die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die am Montag zurückgetretene Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten damals angekündigt, die Vorschläge vollständig umzusetzen.
- Das sind die 33 Empfehlungen der Rentenkommission
- Setzt Schweitzer seine Ankündigungen bei der Rente um?
Gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente gibt es in der SPD Widerstand. Neben den Sozialdemokraten hatten sich auch die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze (Sachsen-Anhalt), Michael Kretschmer (Sachsen) und Mario Voigt (Thüringen) gegen die Pläne zur Abschaffung der sogenannten "Rente mit 63" gestellt.
Nachrichten | Thema
:RenteDie gesetzliche Altersvorsorge wird durch die Deutsche Rentenversicherung verwaltet. Das Renteneintrittsalter wurde seit 2012 von 65 auf 67 Jahre angehoben. News und Hintergründe.
Quelle: dpa, AFP, ZDF
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 16.10.2026 ab 5:30 Uhr.
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