So haben sich die Mieten in Ihrer Region entwickelt
Die Angebotsmieten in Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Daten zeigen jedoch große Unterschiede zwischen den Regionen.
Nirgends in Deutschland sind die inserierten Mieten seit 2010 so stark gestiegen wie in der Hauptstadt: von 6,15 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete auf 14,09 Euro (2025).
In anderen Regionen stiegen die Preise der Mietinserate deutlich moderater.
Den geringsten Anstieg seit 2010 verzeichnete Chemnitz – hier stiegen die Mieten von 4,81 Euro auf 5,86 Euro pro Quadratmeter. Zwischen 2024 und 2025 blieben sie konstant.
Die Karte zeigt die Entwicklung in allen 400 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands. Tippen Sie auf eine Region, um mehr zu erfahren:
Warum steigen die Mieten so unterschiedlich stark?
Die Preise einer Region hingen stark von ihrer Bevölkerungsentwicklung ab, erklärt Konstantin Kholodilin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
In wachsenden Regionen steigen die Preise. In schrumpfenden stagnieren sie oder können fallen.
Warum ist gerade Berlin von so starken Preisanstiegen betroffen? Laut Kholodilin war Mieten dort lange erschwinglich.
Berlin war früher wirklich günstig im Verhältnis zu Größe und Wichtigkeit der Stadt. Und wenn man von einer niedrigen Basis anfängt, dann steigen die Preise prozentual auch stärker.
Wohnraum sei in Berlin immer gefragter geworden – und die Preise höher. „Die Nachfrage ist stark gestiegen, aber das Angebot hat sich nicht dementsprechend erweitert“, so Kholodilin.
Wo Mieten am teuersten ist
Besonders in München müssen Mieter*innen schon länger hohe Preise zahlen. Zwar stiegen die Angebotsmieten mit 84 Prozent Zuwachs seit 2010 weniger als in Berlin, jedoch auf ein deutlich höheres Niveau. Rund 21 Euro pro Quadratmeter kostete eine inserierte Wohnung in der bayerischen Landeshauptstadt im Schnitt 2025 – Höchstwert unter den Städten und Kreisen Deutschlands.
Auch das Münchner Umland ist teuer: Der Landkreis München sowie die Kreise Starnberg und Fürstenfeldbruck belegen weitere Spitzenplätze unter den teuersten Angebotsmieten.
Frankfurt am Main ist die einzige Stadt außerhalb des Münchner Umlands unter den fünf teuersten Regionen.
Die fünf günstigsten Städte und Kreise liegen in Sachsen und Thüringen.
Wie hoch die Preise pro Quadratmeter in den übrigen Kreisen und kreisfreien Städten liegen, zeigt unsere Karte mit den Angebotsmieten für 2025. Durch das Tippen auf Regionen erfahren Sie Details zur dortigen Preisentwicklung.
Angebotsmieten, Bestandsmieten und Mietbelastung
Trotz teils stark steigender Angebotsmieten bleibe die durchschnittliche Mietbelastung seit einigen Jahren stabil, erklärt Wirtschaftsforscher Kholodilin. Denn auch die Einkommen seien gestiegen.
Angebotsmieten steigen zudem deutlich stärker als Bestandsmieten – also die Preise aus bestehenden Verträgen. Der überwiegende Teil aller Wohnungen wird langfristig vermietet.
Im Schnitt geben Mieter*innen in Deutschland 20 Prozent ihres Einkommens für selbstgenutzten Wohnraum aus. Nicht berücksichtigt sind hier Nebenkosten für Heizung und Warmwasser.
Doch auch wenn die durchschnittliche Belastung ähnlich bleibt, so ist sie ungleich verteilt und unterscheidet sich deutlich nach Einkommen. So geben armutsgefährdete Menschen im Schnitt 32 Prozent für Kaltmiete aus, die übrige Bevölkerung mit 16 Prozent nur halb so viel.
Menschen, die häufig umziehen, sind zudem stärker von steigenden Mieten betroffen.
Je kürzer die Aufenthaltsdauer in einer Wohnung, je häufiger ein Umzug, desto mehr ist man auch mit einem stärkeren Mietpreisanstieg konfrontiert.
Der Anstieg der Angebotsmieten fiel zuletzt schwächer aus – in manchen Kreisen sanken zwischen 2024 und 2025 die Preise sogar. Dennoch dominieren in Summe die steigenden Mieten.
Zu welchem Preis werden Wohnungen in Ihrer Region angeboten, wie haben sich die Preise zuletzt entwickelt? Alle Kreise und kreisfreien Städte im Überblick finden Sie in unserer interaktiven Tabelle.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.