Keine Anwohnerparkkarten für SUV-Lenker mehr? Stadt prüft Verbot

- Der Bieler Stadtrat prüft ein Verbot von Anwohnerparkkarten für Lenker sehr grosser Autos.
- Alternativ sollen Besitzer grosser Autos für die Karte mehr bezahlen müssen.
- GLP und Grüne unterstützen den Vorstoss, die SVP lehnt Tariferhöhung und Grössenbeschränkung ab.
- Die Jahreskarte kostet heute 330 Franken, ob sie bis Anfang 2027 teurer wird, ist unklar.
Moderne Autos werden immer schwerer, breiter und grösser – das macht sich auch auf den Parkplätzen bemerkbar. Laut einer Studie von Transport & Environment könnte durch die stetig wachsende Grösse der Modelle bald jeder siebte Strassenparkplatz verschwinden, da die Stellplätze zusammengelegt werden müssen.
Auch in Biel wachsen die Autos mehr und mehr über die Parkplätze hinaus – dem will die Stadtregierung nun einen Riegel vorschieben. Wie der «Blick» auf Basis von «Ajour» (Bezahlartikel) berichtet, hat der Rat einen entsprechenden Vorstoss abgesegnet.
So sieht der Plan der Bieler Regierung aus
Die Stadt soll demnach prüfen, ob Lenker für grosse Autos künftig mehr für ihre Anwohnerparkkarte bezahlen müssen oder gar keine mehr erhalten. Beantragen können die Karte derzeit nur Personen, die keinen privaten Parkplatz anmieten können.
Wie stehst du dazu, wenn Städte grosse Autos bei Anwohnerparkkarten stärker zur Kasse bitten?
So fallen die Reaktionen der Politik aus
Während die GLP und die Grünen den Vorstoss stützen, gibt es Kritik von der SVP: Die Rechtspartei lehnt sowohl die mögliche Tariferhöhung als auch die diskutierte Grössenbeschränkung ab.
Steigen die Preise aufs nächste Jahr?
In Biel kostet die Jahresparkkarte derzeit 330 Franken. Ob die Preise mit der Überarbeitung der städtischen Parkverordnung bis Anfang 2027 steigen werden, ist noch unklar.
So unterschiedlich teuer sind die Parkkarten
Schweizweit gibt es grosse Unterschiede bei den Preisen der Karte, wie eine Comparis-Studie im Jahr 2025 zeigte: Am teuersten ist die Karte in Wetzikon ZH mit 960 Franken pro Jahr. In La Chaux-de-Fonds kostet sie hingegen nur 20 Franken.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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