Ebola-Patientin gelandet: Unispital erklärt die Schutzmassnahmen

- Eine mutmasslich mit Ebola infizierte Schweizerin ist aus Nigeria zurückgeflogen und am Universitätsspital Zürich aufgenommen worden.
- Der Rega-Jet landete am Montag um 13.29 Uhr am Flughafen Zürich.
- Das USZ behandelt die Patientin auf einer Sonderisolierstation und sieht keine Gefahr für andere Patienten.
Die mutmasslich mit Ebola infizierte Schweizerin ist am Montag aus Nigeria in die Schweiz zurückgeflogen worden. Um 13.29 Uhr landete der Rega-Jet am Flughafen Zürich. Das Universitätsspital Zürich (USZ) bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass es eine Person mit Verdacht auf Ebola aufgenommen hat. Man könne bestätigen, «dass wir heute eine Person mit vermuteter Ebolaviruskrankheit aufgenommen haben», teilt das Spital auf Anfrage mit.
Die Schweizerin soll sich zuvor bei einer Reise nach Uganda mit dem Virus infiziert haben. Seit dem 20. Oktober war ihre Erkrankung bekannt. Sie wurde zunächst in einer Privatklinik in Nigeria behandelt.
Das Universitätsspital Zürich ist neben den Universitätsspitälern Genf eines von zwei nationalen Kompetenzzentren für die Behandlung von Ebola. Im Auftrag von Bund und Kantonen halten die beiden Spitäler spezielle Einrichtungen bereit, in denen Menschen mit hochinfektiösen Krankheiten sicher behandelt werden können.
Zugang zur Station sei streng geregelt
Am USZ würden solche Patienten auf einer Sonderisolierstation betreut. Diese verfüge über besondere technische Sicherheitsvorkehrungen, die verhindern sollen, dass sich das Virus ausserhalb des geschützten Bereichs verbreitet.
Auch der Zugang zur Station sei streng geregelt. Laut dem USZ gewährleisten spezielle Einrichtungen, dass Patienten und Mitarbeitende die Station sicher betreten und verlassen können.
Keine Gefahr für andere Patienten
Das Spital teilt weiter mit, dass sämtliche Mitarbeitenden, die direkt oder indirekt an der Betreuung von Ebola-Patienten beteiligt sind, speziell geschult wurden. Für die übrigen Angestellten ändere sich durch die Aufnahme nichts am Arbeitsalltag.
Auch für andere Patienten und Besucher bestehe keine Gefahr, versichert das Universitätsspital Zürich.
Bereits vor dem Rückflug hatte Nigerias Gesundheitsminister Muhammad Ali Pate mitgeteilt, dass sich der Zustand der Patientin deutlich verbessert habe. Sie sei stabil, bei Bewusstsein und ansprechbar gewesen. Auch ihre Laborwerte hätten sich wieder den normalen Ausgangswerten angenähert.
Transport unter strengen Sicherheitsvorkehrungen
Da die Frau weiterhin ansteckend sein könnte, erfolgte der Transport in die Schweiz unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.
Mit an Bord des Rega-Jets war ihr Ehemann, der laut SRF an der Schweizer Botschaft in Abuja arbeitet. Er war nach Bekanntwerden der Erkrankung seiner Frau isoliert worden, zeigt bislang aber keine Symptome.
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Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.
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