Horrorverletzung bei Khudyakov: "Haben alles versucht, damit die Gefäße nicht absterben"

Schreckliche Szene im Grazer-Fußball-Derby: Sturm-Torwart Daniil Khudyakov wird brutal erwischt und verletzt sich schwer. Die Spieler beider Teams sind geschockt.
Diese Szenen aus dem Österreich-Derby sind nichts für schwache Nerven: Sturm-Graz-Torwart Daniil Khudyakov liegt am Boden und schreit. Die Fußballer seiner Mannschaft und auch die von Gegner Grazer AK bilden schnell einen Kreis um den Keeper, um ihn vor den Blicken zu schützen. Sofort ist klar: Der 22-Jährige hat sich schwer verletzt. Die Rettungskräfte eilen aufs Feld und transportieren den jungen Russen ab. Der wird danach im Krankenhaus sofort operiert.
Die schreckliche Szene im Derby ereignete sich nach gut 20 Minuten. GAK-Stürmer Jacobo Italiano läuft Khudyakov, der den Ball abschlagen will, an, er trifft erst den Ball und dann ganz unglücklich auch den Torwart, der sofort schreiend vor Schmerzen liegen bleibt. Italiano steht der Schock ins Gesicht geschrieben. Sieben Minuten dauert es, bis der Keeper abtransportiert werden kann.
Ihn hat es richtig schlimm erwischt, wie sein Trainer später bei Sky Austria bekanntgab. "Er wird gerade operiert. Es war ein glatter Unterschenkelbruch. Sie haben am Platz alles versucht, damit zumindest die Gefäße nicht absterben, weil es schon eine sehr, sehr schwere Verletzung ist", sagte Fabio Ingolitsch. Laut Sky Austria wird Khudyakov bis mindestens März ausfallen. Auch das Saison-Aus ist möglich.
"Die Bilder, die bleiben im Kopf"
Wie sehr die Verletzung die Mannschaft mitgenommen hatte, schilderte Rechtsverteidiger Jürgen Heil. "Ich bin noch immer geschockt. Die Bilder, die man sieht, die bleiben im Kopf. Man sieht, wie der Fuß wegsteht. Egal, ob schwarz oder rot, dem Spieler will man dann am schnellsten helfen. Es hat Spieler gegeben, die Tränen in den Augen nach der Verletzung hatten."
Trotz des Schocks und 0:1-Rückstands setzte Sturm das Derby fort und gewann noch 6:1. Ingolitsch zeigte sich hernach vor allem vom Zusammenhalt seines Teams beeindruckt. "Hut ab vor der Mannschaft. Das ist charakterlich der beste Haufen, den ich je trainiert habe. Wie die Jungs zusammenstehen und arbeiten spricht für sie. Der Sieg ist heute nicht nur für Sturm Graz, sondern auch für Khudy", wird er beim Portal heute.at zitiert.
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